Jüdische Turnzeitung
- Journal
- Jüdische Turnzeitung
- Volume
- 12 (1911)
- Issue
- 2 (2.1911)
- Date
- 1911-02-01
- Page
- [Seite] (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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No. 2 29 die solideste Kost, die nahrhafteste Speise, ist jener nationale Gang. Kräftigen wird das Judentum keine Paradezusammenstellung zuckriger Restaurationsgerichte, sondern schlichte, gewürzte Hausmannskost. Und ißt Ihr die allein, Uberlaßt aber Kompott und Nachtisch Euren Gästen, es schadet nichts. Sie sind es gar nicht anders gewöhnt. Mitteilungen des Ausschusses. Der „Igl au er Jadische Turn- und Sportverein", Iglau (Mähren) und der „Jadische Turnverein in Essen (Rheinland)" sind der Jüdischen Turnerschaft beigetreten. Verbandsfonds. Erich Moses, Dortmund, dankt seinem Bruder Georg für seinen Besuch M. 0,50 Gustav Schwabe, Varel.................» 5,— Georg Arndt-Stiftung. Georg Wolff gratuliert Richard Bialler und Fräulein Silberberg zur Verlobung .....................M. 1,— Aus der Jüdischen Turnerwelt. Berlin. J. T. V. Bar Kochba. Am Sonntag, den 29. Januar, fand die diesjährige ordentliche Generalversammlung unseres Vereins statt. Die Beteiligung war wegen des gleichzeitigen Hallensportfestes eine etwas geringere als in den Vorjahren. Der Bericht des 1. Vorsitzenden Theobald Scholem zeigte trotz eifriger Arbeit des Hauptvorstandes, besonders in der letzten Hälfte der Berichtsepoche, denselben Stand des Vereins wie vor einem Jahre (465 Mitglieder gegen 495 am 1. Juli und 474 am 1. Januar 1910). Im allgemeinen zeige sich eine etwas größere Arbeitsfreudigkeit, namentlich der Vereinsbeamtenschaft. So hat denn auch der Vorstand eine ganze Reihe von bedeutungsvollen Anträgen gestellt. Es ist zu wünschen, daß die Mitglieder mehr als bisher an den Arbeiten des Vereins Anteil nehmen. Die Leichtfertigkeit der Auffassung der Vereinszugehörigkeit habe im letzten Sommer den Austritt der meisten Mitglieder unserer II. Frauen-Abteilung und die Neugründung des „Jüdischen Frauenbundes für Turnen und Sport" zur Folge «ehabt, die im Interesse der Einheitlichkeit der jüdischen Turnbewegung in Berlin scharf zu verurteilen sei. Die Krise, die mit diesem Massenexodus für die II. Frauen-Abteilung eintrat, ist dank der Arbeit des Vorstandes nun vollends überwunden. Der Vorsitzende weist auf die Folgen hin, die derartige leichtfertige Disziplinauffassungen haben können und fordert die Mitglieder auf, in Treue beim Bar Kochba zu verharren, der trotz der AbsPlitterungen allein in der Lage ist, den Anforderungen, die die zeitlichen und örtlichen Umstände fordern, nachzukommen, und der in dieser richtigen Erkenntnis bestrebt ist, seine Organisation weiter auszubauen. Den Turnberich i. den in Abwesenheit unseres Hauptturnwarts Burin der stellv. Turnwart K a t z k y gibt, zeigt — trotz der pessimistischen Schlüsse des Referenten — erfreuliche Zahlen in den Jugendabteilungen. In den Männer- und Frauen-Abteilungen ist der Betrieb stark zurückgegangen, was sich auf verschiedene Gründe zurückführen läßt. Die systematische Winterarbeit, die bereits Anfang Oktober energisch einsetzte, ist bis