Jüdische Turnzeitung
- Journal
- Jüdische Turnzeitung
- Volume
- 12 (1911)
- Issue
- 1 (1.1911)
- Date
- 1911-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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No. 1 13 stürmisch akklamierten Hoch auf die Konstitution, die Freiheit, den Sultan und das jüdische Volk. Die Turnübungen, die man sodann vornahm, fanden den lebhaften Beifall der anwesenden Offiziere. Seitens der Brudervereine der Türkei und Bulgariens sowie aus Berlin und Wien waren Begrüssungstelegramme eingelaufen. Der Reinertrag des Festes beläuft sich auf über 1000 M. — Der Verein wird demnächst unter dem Patronat des Staatsrats Reschid Bej ein Fest zugunsten des Flottenfonds veranstalten. Köln. J.T.V., Jugendriege. Am 16. November unternahm die Jugendriege unter der Leitung des Herrn Holstein einen Ausflug nach dem Städtchen Zons. Morgens gegen 8% Uhr wurde aulgebrochen. Wir fuhren eine kleine Strecke mit der elektrischen Bahn, und dann ging es zu Fuß teils über die Chaussee, teils am Rhein vorbei, dessen hochgehende Fluten ein abwechslungs- und lehrreiches Bild gaben. Es wurde munter marschiert und nach mehrmaliger kurzer Rast Zons erreicht. Das Städtchen tot mit seinen alten Mauern und Türmen ein anmutiges Bild. Nachdem wir alles genügend besichtigt und eine kleine Stärkung zu uns genommen hatten, ging es zurück nach Dormagen. Dort bestiegen wir die Bahn und kurz nach 7 Uhr erreichten wir Köln. Leider war das Wetter nicht besonders günstig; doch wurde bewiesen, daß wir einen tüchtigen Sturm aushalten können, und daß Regen und Wind unsere gute Laune nicht stören. E. B o 1 e y, Mitglied der Jugendriege. Konstantinopel. J. T.-V. Makkabi. Anfang Dezember haben wir vier unserer Abteilungen, und zwar: Haskeuy, Balat, Ortakeuy und Kuskundjuk mit je einer kompletten Turngarnitur, bestehend aus: 1 Spannreck, 1 Bock, 1 Pferd, 1 Barren und 3 Matratzen ausgestattet, der Turnbetrieb ist nun in vollstem Gange. Jede der genannten Abteilungen hat ihr eigenes Turnlokal. Lembtirc J. T. V. „Dror". Am 1. Januar d. J. fand die jährliche Generalversammlung unseres Vereins unter zahlreicher Teilnahme von Mitgliedern und Freunden unserer Bewegung statt. Der Verlauf derselben war für die Anwesenden sehr spannend, einerseits infolge der Diskussion auf gymnastischmethodischen Gebiet, andererseits, weil sie Gelegenheit gab, dem nunmehr formell von uns scheidenden Führer der Bewegung der physischen Renaissance der Juden in Galizien, Herrn Isidor Zinn, dem bisherigen Obmann unseres Vereins, die höchste Anerkennung und Dank für sein hohes Streben auszudrücken. Die Berichterstattung über die Arbeiten der turnerischen Leitung brachte eine lebhafte Auseinandersetzung auf dem Gebiete der Methodik mit sich, eine Diskussion, bei der die Anhänger der bei uns neu eingeführten schwedischen und hergebrachten deutschen Turnmethode für ihre Ansichten die Lanzen brachen. Was das Programm der Turnmethode in unserem Vereine für die Zukunft anbelangt, wurde der Ueberzeugung Ausdruck gegeben, daß bei der Verschiedenheit des physischen Materials der Uebenden der weiteste Eklektiüsmus angezeigt sei. Wie vorerwähnt, wurde dem Herrn Zinn seitens des ihm seine Existenz verdankenden Vereines und des hiesigen Jüdischen Sportklubs Worte des tiefen Bedauerns über seine Trennung von uns, die infolge seiner Uebersiedlung aus der Stadt erfolgt, ausgesprochen Er versicherte uns, daß er immer sein volles Interesse den Angelegenheiten des Vereines zuwenden werde. — Die Berichterstattung ergab den Vermögensstand des Vereins auf 3066,72 Kr.; die Umsatzhöhe für das Jahr 1910 auf 2582,67 Kr., und den Saldo auf 130,04 Kr. Was die Frequenzdaten anbelangt, war die Durchschnittszahl der Uebenden in den männlichen Riegen