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Jüdische Turnzeitung · 1911-01-01 · 1 (1.1911) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Turnzeitung
Volume
12 (1911)
Issue
1 (1.1911)
Date
1911-01-01
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German
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2 No. 1 Es hat sich zu Beginn dieses Jahres eine neue Redaktionskommission gebildet, die den edelsten Vorsatz hegt, unser Verbandsorgan auf ein höheres Niveau zu heben. Rein äusserlich wird es unser festes Bestreben sein, jede Nummer pünktlich im Laufe jeden Monats zum Versand zu bringen. Dann aber wollen wir vor allem den Inhalt aktueller gestalten. Es ist eure Pflicht, liebe Turnbrüder, uns in jeder Weise in unserer sauren Arbeit zu unterstützen. Jeder bemühe sich, uns wertvolle Artikel über irgend ein Gebiet, das die jüdische Turnerwelt interessiert, aus eigener oder fremder Feder zu beschaffen. Jeder benachrichtige uns sofort und genau von Ereignissen, die für uns Bedeutung haben. Jeder sei so eifrig um das Wohl dieses Blattes besorgt, als sei er selbst Redakteur. Und wenn ihr nur unseren Chefredakteuren gehorcht, so werdet ihr schon das Richtige treffen. Liebe Turnbrüder! Als ich von der letzten Redaktionssitzung, nach schwerer Arbeit, heimkam und sanft in Morpheus erlösende Arme sank, da träumte mir, es sei eine dankbare, erfreuliche Aufgabe, dieses Blatt zu redigieren, weil genau am ersten eines jeden Monats eine inhaltsvolle Nummer das Licht der weiten Welt erblickte. — Wenn ihr nicht wollt, Ist es doch ein Märchen! Henry Unna. Der Boxsport bei den Juden. Am 24. Dezember v. J. fand im Londoner „National Sporting Club" (Englands vornehmstem Sportklub, welcher hauptsächlich den Boxsport pflegt) einer der schönsten Kämpfe statt, die der englische Amateursport wohl je gesehen hat. Es ging um den stolzen Titel im Boxen „Championship of England", und auffälliger Weise — wenigstens für mich — waren beide Bewerber Juden. Mr. Samuel Adler mußte am 24. Dezemter seinen Meisterschaftstitel verteidigen und leider an Mr. Louis Cohn auch verlieren. Sein Trost mag sein, daß nur ein Jude ihm den Titel entreißen konnte. Diese Tatsache veranlaßte mich, etwas nachzuforschen, und da fand ich denn, daß ein auffällig großer Prozentsatz der berufsmäßigen und Amateurboxer dem jüdischen Geschlecht angehört. Ich fand, daß die Juden schon m den ersten Tagen des Aufblühens des englischen Boxsports solche ruhmesreiche Namen wie Lyons (1769), Mendoga (1792), Bendigo (1839—1845). Sam Hurst (1860) aufzuweisen hatten; und heute, wo die edle Kunst der Selbstverteidigung auf einer so hochgradigen Entwicklungsstufe steht, ist es nicht anders: die Gebrüder Monte und Abel Attel, „Jewey" Smith, Harry Lewis, Willy Lewis und eine lange Liste anderer Namen, die in der. Box-

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