Mannheim
Compact Memory

Jüdische Turnzeitung · 1911-01-01 · 1 (1.1911) · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Turnzeitung
Volume
12 (1911)
Issue
1 (1.1911)
Date
1911-01-01
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
95% known words query
IRI
…/4921092-5965121-5965317--2870-4925672
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Jüdtfche Cumzeifung, HlonrisrdirUt für die körperliche Bebung der Süden Herausgegeben von der Sfldlltfien Curnerfifiafi. gjjahrg, no. 1 Ber„n g/gderstr. 39 3anuar 1911 Nachdruck der nachfolgenden Originalaufsätze ■st nur mit genauer Quellenangabe gestattet. Liebe Turnbrüder! Diese Nummer eröffnet den zwölften Jahrgang unserer Zeitschrift. Während der Spanne von mehr als einem Dezennium war die „Jüdische Turnzeitung" ein treuer Helfer der „Jüdischen Turnerschaft". Neben der agitatorischen Tätigkeit unserer Leute war es vorzüglich dieses unser Organ, das dazu beitrug, unsere nationaljüdischen Ideen zu propagieren und uns in unseren Idealen zu festigen. Man kann mit dem grössten Optimismus nicht behaupten, dass jede Nummer gerade Hervorragendes bietet und weltbewegende Neuigkeiten bringt. Aber die „Jüdische Turnzeitung" will und soll auch kein Gelehrten- und Professorenblatt sein und kann keinen telegraphischen Nachrichtendienst unterhalten, sie kann nicht in den höchsten Regionen geistiger Produktivität schweben. Wir wollen im wahrsten Sinne: ein Blatt der Jugend für die Jugend! Das Ringen und Streben der jüdischen Jugend nach innerer und äusserer Freiheit, es soll sich widerspiegeln in und wohl auch zwischen den Zeilen dieser Blätter. Wir alle, liebe Turnbrüder, so verschieden sich unser Leben auch gestalten mag, wir alle haben unendlich viel Gemeinsames an Freud und Leid. Dieselben Hoffnungen und Zweifel, Enttäuschungen und Zukunftsträume beleben unsere Seelen. Unsere Jugend und unser Judentum, sie bilden das Einigende auf den hundertfachen Wegen unseres individuellen Schicksals. Und unsere Jugend und unser Judentum sollen die verantwortlichen Chefredakteure unseres Blattes sein. Sie tragen das Verdienst, wenn Idealismus, Optimismus, Tatendrang und Kampfeslust aus unseren Zeilen leuchten. Sie tragen die schwere Schuld, wenn so mancher Artikel den Anforderungen redlich-objektiver Kritik nicht so ganz entsprechen dürfte. Wir anderen sterblichen Redakteure wollen uns eifrig bemühen, dieses Schuldkonto möglichst zu verkleinern.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.