Jüdische Turnzeitung
- Journal
- Jüdische Turnzeitung
- Volume
- 11 (1910)
- Issue
- 12 (12.1910)
- Date
- 1910-12-01
- Page
- [Seite] (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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186 No. 12 und in fast jeder Jahreszeit betrieben werden kann. Nur das Eis bereitet dem Ruderbetrieb ein Ende, Kälte allein nicht. Diese wird vom abgehärteten Wassersportsmann geradezu als Annehmlichkeit empfunden. Viele recht geeignete junge Leute lassen sich vom Rudern durch eine stark verbreitete falsche Anschauung abhalten, die hier berichtigt werden möge. Das Rudern gilt unter Laien allgemein als ein sehr kostspieliger Sport. Nichts ist falscher als diese Ansicht. Gerade während der Ausübung seines Sportes findet der Ruderer keine Gelegenheit zum Geldausgeben. Die Uebungsabende kosten ihn nichts als die Fahrt zum und vom Bootshause, und an den Sonntagen, die er vom frühen Morgen bis zum späten Abend auf resp. am Wasser verbringt, vermag er nichts auszugeben als die 15 bis 20 Groschen für die Mahlzeiten, welche der freigewählte Koch jeder Mannschaft nach vorzüglichen Rezepten zubereitet. — Ein junger Mann mit besserer, wenn auch bescheidener Lebenshaltung wird durch das Rudern selten mehr ausgeben, als er sonst gewohnt ist, oft aber noch sparen. Der allerdings nicht unbeträchtliche Mitgliedsbeitrag von 5 Mark pro Monat wird durch Ersparnisse bei der billigen Lebensführung meist, durch gesundheitliche Vorteile aber stets hereingebracht. Die Ruderriege des J.J.B, ist heute der jüngste, keineswegs aber schwächste Genosse unter den Berliner Vereinen, welche sich die Mitarbeit an der körperlichen Neubelebung des jungen Juden zum Ziel gesetzt haben. Möge die jüdische Jugend ihren jungen, kräftigen Kameraden auf seinem Wege begleiten! Max Heller. Hugo Spitzer, Obmann des I. Wiener Turnvereins anläßlich seiner Vermählung mit Fräulein Jenny Abrahamer.......Mk. 10,— Georg Moses verlorene Wette an Fräulein Lude Silberberg....., 0,50 Aus der Jüdischen Turnerwelt. Berlin. (J. T.-V. Bar Kochba.) Vereinsbericht. Am 4. Dez. sprach Herr Dr. Jalowicz vor einer gut besuchten Zusammenkunft der Frauen-Abteilungen über „Unsere Tendenzen". Ein Thema, über das schon so viel gesagt worden ist. Richtiges und Falsches. Der Vortrag des Herrn Dr. J. gestaltete sich sehr interessant. Keine Phrasen waren es, sondern warme Worte des Interesses Verbandsfonds. Georg Arndt-Stiftung. Emma Ohnstein gratuliert Arthur Hirsch zur Hochzeit