Jüdische Turnzeitung
- Journal
- Jüdische Turnzeitung
- Volume
- 11 (1910)
- Issue
- 11 (11.1910)
- Date
- 1910-11-01
- Page
- [Seite] (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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No. 11 175 Die Bibliothek besitzt gegenwärtig 43 Werke, die allerdings nicht zu häufig in Anspruch genommen werden. Es ist nicht genügend, wenn einzelne Mitglieder recht viele Bücher entlehnen, es sollen vielmehr alle Mitglieder eifrige Leser der Vereinsbiicherei sein. In Vertretung des Zeugwartes berichte ich, daß sich die Turngeräte alle in gutem, brauchbarem Zustande befinden. Neu angeschafft wurde ein Abstoßbrett für Stabspringen. Nach dem Berichte des Zeugwartes und Bibliothekars wird dem Turnrate mit Stirameneinheit das Absolutorium erteilt. Die hierauf vorgenommenen Neuwahlen des Turnrates ergaben folgendes Resultat: Obmann: Herr Hugo Spitzer; Obmann-Stellvertreter: Herr Dr. Arthur Immergtück; 1. Schriftführer: Herr Josef Silberberg; 2. Schriftführer: Herr Nikolaus Benedik; 1. Kassierer: Herr Leopold Wessely: 2. Kassierer: Herr Ernst Back; 1. Turnwart: Herr Ing. Philipp Pollak: 2. Turnwart: Herr Wilhelm Ulimann; Zeugwart; Herr Ing. Heinrich Pollak; Beisitzer: Herr Isidor' Keßler, Herr Dr. E. Röhrlich und Fräulein Qrete Oppenheimer. Nachdem die Gewählten erklärt hatten, die Wahl anzunehmen, schloß der Obmann um 1 Uhr nachts die Versammlung. Wien. Jüdischer Turnverein Fünf haus. Um für die Turnidee Propaganda zu machen, veranstalteten wir am 26. November einen Vortragsabend, an dem die beiden Redner, Herr Dr. Arthur Mahler, Reichsratsabgeordneter, über das Thema: „Warum sind wir jüdische Turner" und der bestbekannte Herr Dr. Max Jerusalem über den hygienischen Wert des Turnens, sprachen. Am 7. Januar 1911 veranstalten wir einen Narrenabend, der, nach den zahlreichen Qruppenanmeldungen zu schließen, sehr lustig ausfallen dürfte. Im Rahmen des Abends werden turnerische Darbietungen gezeigt. Seit vorjähriger Generalversammlung arbeiten wir an der Gründung einer Sektion unseres Turnvereins im Bezirke Ottakring. Mit vieler Mühe 'st es jetzt erst gelungen, diesen Wunsch auszuführen; der Jüdische Bildungs- und Geselligkeitsverein XVI hat eine Turnriege gebildet, zu welcher eine Anzahl unserer Vorturner und Mitglieder beigetreten sind, da sie im Bezirke wohnen. Der neue jüdische Verein dürfte, da er im Bezirke genügend unterstützt wird, gedeihen, was wir nur herzlichst wünschen können. Vorläufig turnen die Mitglieder in einem Interimslokal; unser Verein und der Wiener Jüdische Turnverein stellen Geräte leihweise bei. Otto Ruzek. Brünn. J. T. V. Am 19. Oktober fand unter zahlreicher Beteiligung der Mitgliedschaft unsere diesjährige Generalversammlung statt. Der bisherige Obmann, Herr Otto Weich, hielt den Tätigkeitsbericht für das abgelaufene Turnjahr, aus dem zu entnehmen war, daß unser junger Verein auch jetzt "och mit zahlreichen Schwierigkeiten zu kämpfen hat. In erster Linie machte sich der Mangel an einem tüchtigen Turnwart und entsprechend geschulten "orturnern geltend. Daß dieser Umstand nicht ohne Folgen auf das Interesse der Turner bleiben konnte, kann nicht verschwiegen werden. Immerhin zählt unser Verein, nachdem zahlreiche Streichungen Indolenter vorgenommen wurden, 72 beitragende, 45 ausübende Mitglieder und eine Damenriege "} der Stärke von 15 Damen. Daß diese unsere Damenabteilung das Lob im Tätigkeitsberichte vollaui verdiente, erhellt aus der Nebeneinandersteilung der Frequenzziffern des Männer- und Damenturnens. Während ersteres einen Durchschnitt von 16 Turnern pro Stunde auiweist, waren im Damenturnen Pro Stunde 12 Turnerinnen am Platze. Die Neuanschaffung eines Barrens U|id Pferdes, sowie einiger Matratzen fand den uneingeschränkten Beifall