Mannheim
Compact Memory

Jüdische Turnzeitung · 1910-10-01 · 10 (10.1910) · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Turnzeitung
Volume
11 (1910)
Issue
10 (10.1910)
Date
1910-10-01
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
93% known words query
IRI
…/4921092-5965118-5965309--2793-4925600
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Südtfche Uumzettung« monatsfdirlft für die körperliche Bebung der Süden Herausgegeben pon der gfldiMien Cumerkhatt.___ 5jahrF1noriÖ S^TilBt^ Oktober 1910 __===__Berlin g., Hleianderstr. 39____ Nachdruck der nachfolgenden Originalaufsätze nur mit |eniutr Quellenangabe gestattet. Neue Vereine. Zu Beginn des Wintersemesters scheint ein kräftig pulsierendes Leben Anzusetzen. Wir registrieren kurz folgende interessante Nachrichten: Der in Breslau bestehende Jüdische Turnverein hat seine Aufnahme 111 die Jüdische Turnerschaft beantragt, dem Antrage ist auch stattgegeben forden.. Wir begrüßen den neuen Verein in unserer Mitte und dürfen, da innSe'* einigen ,anren m't einer Männer- und Damen-Abteilung von Uber , W Mitgliedern besteht und als genügend gefestigt gelten kann, die berechtigte Hoffnung hegen, daß durch seinen Anschluß die fdeen, welche-• unser Verband vertritt, in immer weitere Kreise dringen und vor allem auf bisher brach Belegenen Boden getragen werden, daß aber auch unser junger Verbandsverein durch seinen Beitritt an innerer Stärke und äußerem Ansehen in erheblichem Maße gewinnen wird. Unsere Freunde in Königsberg, die seit Jahr und Tag sich um die "indung eines jüdischen Turnvereins bemühen, melden uns, daß es ihnen gelungen sei, einen Verein zustande zu bringen, daß jedoch dieser Verein weder in seinem Namen, noch in seinen Statuten das Wort „jüdisch" aufweisen dürfe, da anderenfalls die Regierung ihm die erbetene Benutzung einer staatlichen Turnhalle verweigert hätte. Noch ist uns nicht bekannt, ob lese uns geradezu unglaublich erscheinenden Zumutungen der Regieruns etwa nur gesprächsweise geäußert wurden oder ihren Ausdruck in einer formellen Erklärung gefunden haben. Wir wollen, da die Angelegenheit noch einer eingehenden Aufklärung r|ngend bedarf, uns ein weiteres Eingehen heute versagen und werden in em nächsten Hefte auf diese Angelegenheit zurückkommen. In verschiedenen anderen Orten, in Frankfurt, Wiesbaden, Essen, ist "ian auf dem Wege, jüdische Turnvereine zu errichten; teilweise ist dies jjUcn schon geschehen. So erfreulich diese Tatsachen sind, so haben wir öoch die stärksten Bedenken, daß die Taktik, welche die Qründer einschlagen, die richtige ist. Obwohl die Qründer unsere Anschauungen teilen, "Jemen sie, aus Opportunitätsgründen zunächst einmal ihrem Verein eine £'gemeine jüdische, nicht eine national-jüdische Prägung geben zu sollen. »ie hegen dabei die Hoffnung, daß im Laufe der Zeit die Entwicklung des ereins zu unserem Verbände hin von innen heraus von selbst erfolgen Würde und verweisen auf den Posener Bundesverein. Immer und immer Wieder teilen uns die Gründer solcher Vereine mit, daß „gerade ihre

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.