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Jüdische Turnzeitung · 1910-07-01 · 7/8 (7.1910) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Turnzeitung
Volume
11 (1910)
Issue
7/8 (7.1910)
Date
1910-07-01
Page
[Seite] (sequence 18)
Language
German
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108 No. 7/8 milienausflug. Wir treffen uns um 2 Uhr am Bahnhof Zoologischer Garten, um bis Wannsee zu fahren. Von hier führt uns ein herrlicher Waldweg zum Restaurant Kohlhasenbrück, wo zirka um 4 Uhr die gemeinsame Kaffeetafel stattfindet. Spiele una Vorträge werden die Stunden verkürzen, bis der sicherlich lang ersehnte Tanz zu seinein Recht kommt. Damen und Herren, besonders Freunde unserer Turnsache sind als Gäste herzlich willkommen. Jüdischer Turnverein Köln. (F a m i I i e n a u s f 1 u g.) Sonntag, den 3. Juli, veranstaltete unser Verein einen Familienausflug nach Romaney und Herrenstrunden, an dem sich auch einige Gäste beteiligten. Wir fuhren in fröhlicher Stimmung per Bahn nach B.-Gladbach und wanderten auf schönen Waldwegen durch das reizende Schiadertal aufwärts nach Romaney, sodann den Waldweg entlang nach Herrenstrunden. Dort wurde Rast gehalten, und nachdem wir uns genügend gestärkt hatten, traten wir den Heimweg an. Auch der Rückweg führte uns auf herrlichen Waldwegen nach B.-Gladbach zurück, von wo aus wir die Heimreise antraten. (T u r n in a r s c h.) Am Sonntag, den 3. Juli, versammelten sich eine Anzahl Turner, um eine recht lohnende Tagestour zu machen. Die elektrische Bahn brachte uns nach kurzer Fahrt nach der Station Königsforst. Hier traten wir unsere Fußwanderung an und gelangten, nachdem wir etwa 9 km zurückgelegt hatten, nach Lerr.bacherhof, wo wir kurze Rast machten und zum erstenmal zum Frühstück unsere Rucksäcke in Anspruch nahmen. Hier wurden wir von einem Mitgliede unseres Vereins photographiert. Alsdann marschierten wir durch das Siilztal, einen schmalen Waldweg, hinauf zum Lüderich, einem Berg mit herrlicher Aussicht auf das Sülztal und den Königsforst. Weiter ging es dann durch den schattigen Wald auf Höhenwanderungen mit Aussicht auf das Aggertal und Maria-Linden mit seinen Kirchtürmen. In Overath wurde wiederum Rast gemacht. Wieder packten wir unsere Rucksäcke aus und erwarteten bei einem kalten Mittagbrot und einem Glase „Alkoholfrei" einige Nachzügler aus Köln. Von Overath marschierten wir dann nach dem im Hochwald gelegenen Maria-Linden und dan° abwärts auf schönen Waldwegen nach Ehreshoven. Bis hier hatten wr gutes Wetter. Gegen fünf Uhr zogen Jedoch mächtige Gewitterwolken auf. wir mußten, um nicht im Walde vom Gewitter überrascht zu werden, «u1 schützendes Dach aufsuchen. Kaum hatten wir eine nahe gelegene Wirtschaft erreicht, da begann es auch schon in Strömen zu regnen. NacH kurzer Zeit verzog sich das Gewitter und wir konnten unsere Tour weiter fortsetzen. Aber das Wetterglück hatte uns verlassen, denn kaum waren wir eine halbe Stunde weiter marschiert, als es schon wieder zu regnen begann und wir auf freiem Felde im Laufschritt die nächste Bauernhütte aufsuchen mußten. Wir wurden von einfachen alten Bauersleuten sehr freundlich aufgenommen und warteten hier, bis der Regen nachgelassen hatte. Nun war es zu spät, um unser Endziel, Ründeroth, zu erreichen, und wir suchten die nächste Bahnstation, Engelkirchen, auf. Hier wurden wir zum Teil rür das schlechte Wetter entschädigt. Was wir an Naturschönheiten durch das schlechte Wetter eingebüßt hatten, das wurde uns hier durch den Anblic* eines prächtigen Feuerwerks, das gerade abgehalten wurde, ersetzt. Bei <|e JLindenwirtin" von Engelskirchen kehrten wir ein, die uns kein Bier^ aber köstlichen Kaffee servierte. Manchem von uns hat es der „Engel" von Engelskirchen angetan. Spät erst nahmen wir Abschied, um per Bahn über Siegburg—Troisdorf die Heimreise anzutreten. Konstantinopet Generalversammlung des „Makkabi". Am 15. Juni fand in der Turnhalle die 15. Jahresversammlung des „Jüdischen Turnvereins statt Sie schloß ein Arbeitsjahr ab, das ein wahrer Triumphmarsen lu

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