Jüdische Turnzeitung
- Journal
- Jüdische Turnzeitung
- Volume
- 11 (1910)
- Issue
- 7/8 (7.1910)
- Date
- 1910-07-01
- Page
- [Seite] (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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94 No. 7/8 Abonnenten müsste vervielfacht werden, wenn jeder Turner unter seinen Freunden nur einen einzigen zahlenden Abonnenten wirbt. Es gibt weite jüdische Kreise, die sich für Leibesübungen interessieren, ohne unseren Vereinen anzugehören, dass es ein Leichtes sein müsste, die Zahl unserer Abonnenten wenigstens zu verdoppeln. Dasselbe gilt für die Inseratenpropaganda. Die »Jüdische Turnzeitung" dient der Idee der körperlichen Hebung der Juden. Wer unser Blatt in irgend einer Weise unterstützt, arbeitet für die Regeneration der Juden in unserem Sinne. Wenn die Zeitung pünktlich am 15. des Monats erscheinen soll, ist die regste Mitarbeit aller Interessenten erforderlich. Durch regelmässige Herausgabe wird es dann möglich sein, Ankündigungen und Bekanntmacbungen rechtzeitig zu veröffentlichen. Alle Zuschriften müssen (einseitig beschrieben) spätestens am 5. eines jeden Monats in unserem Besitzsein. Die Redaktion. Was hat man unter einer „jüdischen Turnbewegung" zu verstehen? Das „Israelitische Familienblatt" in Hamburg lässt seinen Lesern über dieses Thema eine Belehrung durch „einen jüdischen Turnlehrer" zuteil werden. Nach einer Würdigung der Tätigkeit der Jüdischen Turnerschaft und der Verdienste des Zionismus um die Gründung derselben, wirft der Verfasser die Frage auf: »Was tun diejenigen unserer Stammesgenossen, die nicht auf dem Boden der nationaljüdischen Bewegung stehen, welche Mittel und Wege bieten sich denen zur Ausbildung ihres Körpers?" Es ist anzuerkennen, dass die nationaljüdische Ausbildung des Jüdischen Turnlehrers", der bescheiden seinen Namen verschweigt, trotz seines jetzigen Vereinsbekenntnisses nicht ganz vergeblich gewesen ist. Was man in einem Verein der Jüdischen Turnerschaft gelernt hat, ist nie vergessen und verloren, auch wenn falsche Bilder der Wirklichkeit und Oppositionslust jahrelang eingewirkt haben. Der Verfasser spricht nämlich von „unseren Stammesgenossen", ja er spricht sogar — etwas für das „Israelitische Familienblatt" und seine Getreuen Entsetzliches — von der körperlichen Regeneration „unseres Volkes"! Armer Staatsbürger jödi' sehen Glaubens liberaler oder orthodoxer Richtung! Dieser Mann,