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Jüdische Turnzeitung · 1910-03-01 · 3/4 (3.1910) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Turnzeitung
Volume
11 (1910)
Issue
3/4 (3.1910)
Date
1910-03-01
Page
[Seite] (sequence 21)
Language
German
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No. 3/4 59 dem wurden eine Reihe von Anträgen, die von Mitgliedern eingebracht waren, dem Vorstand zur Beratung und Prüfung übergeben. Unter anderem wurde angeregt, der Gründung einer Schwimm-Riege näherzutreten, doch hielt es die Versammlung nicht für angebracht, eine eigene Riege zu gründen, vielmehr es den Mitgliedern zu empfehlen, am Sonntag morgen nach dem Spielturnen gemeinsam Schwimmübungen zu machen. Nach einer längeren Debatte über die Anträge zur weiteren Ausgestaltung der Jugend-Riege, die dem Vorstand zur Berücksichtigung und eventl. Ausführung übergeben wurden, schloß der I. Vorsitzende um Mitternacht die Versammlung. In die Vergnügungs-, Ausflugs- und Vortrags-Kommission wurden gewählt die Herren: Levy, Moses, Frl. Löwendahl, Robert Mayer, Ludwig Löwendahl und Julius Berger; und in die Hallen- und Spiel- Piatz-Komission die Herren: Qutmann, Qrodtczinsky, Fritz Mayer, Paul Schmuckler, Oschowski. Lemberg. J. T. V. „Dror". Wir haben vor einigen Tagen mit der Ueneralyersammlung ein Jahr unserer Tätigkeit abgeschlossen, ein Jahr von Produktiver Arbeit und Mühsal, von Hoffnungen und Enttäuschungen. Doch vorwärts sind wir gegangen und können bedeutendere Erfolge als bei früheren Jahresschlüss-n aufweisen. Als Resume unserer Tätigkeit wollen wir an dieser Stelle das Referat unseres Obmanns, Herrn Isidor Zinn, gehalten vor der Generalversammlung, in möglichster Kürze anführen. Vor allem erfuhren wir in allgemeinen Zügen, daß uns das letzte Jahr einen Zuwachs y*>n tätigen und Hilfsmitgliedern gebracht hat, wenn wir uns auch nicht tauschen dürfen, daß es noch vieler Mühe bedarf, bis innerhalb unserer Gesellschaft unser Ideal Vertrauen und Sympathie findet. So haben wir in jeder _e'se die Vorurteile durch eindringliche Aufklärung zu zerstreuen gesucht. . Mit den Städten Stryi und Drohobycz traten wir in Beziehungen ein, q em wir ihnen mit Rat und Tat an die Hand gingen, und hatten auch die enugtuung, in kürzester Zeit die Frucht unserer Bemühungen zu erblicken, ach Stanislau, wo der Turnverein in eine Periode der Schlaffheit geraten ar, schickten wir unseren Delegaten Herrn Heinrich Sterner, und seinen raftyollen Anstrengungen gelang es, die dortige Turnerschaft zur weiteren rbeit anzueifern, so daß der Stanislauer Turnverein nach einigen Monaten n Schauturnen veranstalten konnte, welches das dortige bis nun zu in dieser '"sieht apathische Publikum enthusiasmierte. In Brody riefen wir durch ln Schauturnen und Vortrag des Herrn Zinn einen neuen Verein ins Ve i' der schon vier Monate später, bei Gelegenheit eines Gartenfestes, im ereine mit uns, öffentlich mit Turnübungen auftreten konnte. Soviel über 19se/e Propaganda in der Provinz. In Lemberg veranstalteten wir am si V *rzernber 1908 die Inauguration, verbunden mit einem Schauturnen, wobei en die Repräsentationen der polnischen und ruthenischen Turn- und Sport- . f®lne einfanden. Wir erklärten damals ganz frei unsere Ziele und Abs'cnten; wir stellten den „Dror" als nationale Institution fest, die nicht nur ha** P v s'scne> sondern auch moralische Festigkeit unserer Nation zum Ideale tet t "'n zweiten Male traten wir im April 1909 vor die Öffentlichkeit. Das st t*f Scllauturnen> das im größten städtischen Saale, dem Philharmonium, attfand, hatte den größten materiellen und moralischen Erfolg, alle die innere Tätigkeit des „Dror" anbelangt, so strebten wir vor teil"1 e'ne Systematisierung der Turnübungen mit der Schaffung einiger Abde m" "ach Altersstu,en an. Die Schattenseite unserer Lage ist vor allem Ch eines eigenen Saales. Wir waren gezwungen, den Saal „Jad u *ruz'n>" zu verlassen, wodurch die Ferien sich zwangsweise verlängerten, erhielten glücklicherweise einen Saal in dem neugegründeten jüdischen

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