Jüdische Turnzeitung
- Journal
- Jüdische Turnzeitung
- Volume
- 11 (1910)
- Issue
- 3/4 (3.1910)
- Date
- 1910-03-01
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/4921092-5965118-5965305--2673-4925484- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
monrtsrdirift für die körperliche Bebung der Süden Herausgegeben pon der Sfödifchen Curnerfchaft. XL 3ahrg. Ib.3 4 ^^zT^«^ mflrz/Hpril 1910 Nachdruck der ruichfoltrenden O irinalaufsBUe sl nur mit gtniuer Quellenansrabe gestattet. Zwischenbilanz. Faid ist ein Jahr seit dem letzten Jüdischen Turntag vollendet "nd. da nach dem abgeänderten Verbandsstatut der zwischen den einzelnen Turnragen liegende Zeitraum bis auf drei Jahre ausgedehnt Verden kann, wird uns von der nächsten Tagung der Turnerschaft wohl noch mehr als die verflossene Zeitspanne trennen. Es dürfte deshalb angebracht sein, außer den regelmäßigen »Mitteilungen des Ausschusses" und den „Vereinsnachrichten" sowie den Artikeln, die bestimmten Ereignissen innerhalb unserer Bewegung oder einzelnen Aufgaben unseres Verbandes gewidmet sind, eine Art —■vischenbilsnz zu ziehen. Wenn wir in zusammenfassender Weise d'e Entwicklung unserer Bestrebungen seit dem letzten Turntage, insbesondere die vom Verband oder den Vereinen seitdem durchgeführten oder doch schon in Angriff genommenen wesentlicheren Arbeiten darlegen, so muß diese Zusammenstellung auch dazu beitragen, daß manches, was vernachlässigt oder schlecht gemacht wurde, alsbald mit größerer Sorgfalt und Umsicht in die Hand genommen wird. ... Im großen und ganzen können wir, werm wir für den Augenblick den nicht zu ersetzenden Verlust unseres Georg Arndt hinwegdenken, mit dem letzten Jahre einigermaßen zufrieden sein. Das turnerische und jüdische Leben in unseren Vereinen ist wohJ allenthalben rege gewesen. Fast überall ist ein Wachsen der j^'teWederzahl, eine größere -Belebtheit der Turnstunden, ein Fort- «iritt in der Qualität der turnerischen Leistungen (vgl. insbesondere uII5er Hamburger Verbandsschauturnen, dessen Vorführungen von der w utscnen Turnzeitung" als „geradezu mustergiltig': anerkannt wurden) und — last not least — auch m den Finanzen zu konstatieren. Hervorzuheben ist besonders der Aufschwung der galizischen "nd türkischen Vereine. Die Vereine in Qalizien scheinen sich nach den uns vorliegenden Berichten auf dem Wege der Konsolidierung befinden und sind rüstig dabei, neue Turnvereine zu gründen. In weiteren Schichten der Bevölkerung fängt man an, den Wert unserer Bestrebungen einzusehen, und die jüdische Turnbewegung würde ~°r* wohl mit Riesenschritten vorwärtsschreiten, wenn nicht der fanget an geschultem Vorturnermaterial und an Qeld eine solche Expansion hemmte. Außerordentlich erfreulich sind die Nachrichten