Jüdische Turnzeitung
- Journal
- Jüdische Turnzeitung
- Volume
- 10 (1909)
- Issue
- 12 (12.1909)
- Date
- 1909-12-01
- Page
- [Seite] (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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No. 12 225 Turnerbund zusammenzuschließen? Brüder! Was Ihr Euch erturnt an Kraft und Mut, Selbstsicherheit und Besonnenheit. das schafft Ihr für Euer jüdisches Volk: das sei hinfort ~~ weg mit allem Tand und allem rücksichtsvoll Gezwängten und allem Kleinlichen — die Seele Eures turnerischen Tuns! Georg Arndt. Ans Dp. Arndts Eröffnungsrede znm IV. Turntag. Wenn ich zum Schluß meiner Ausführungen noch etwas sagen darf, so ist es, daß die jüdische Turnbewegung groß geworden ist durch nichts anderes, als durch eine Idee. Die jüdische Turnbewegung ist nicht deswegen Kroß geworden, weil das Turnen an sich eine herrliche Kunst ist, dies, meine Herren, dürfen Sie, gleichgültig, wie hoch Sie auf der Stufenleiter des urnens stehen, nicht vergessen. Sie dürfen sich keinem Zweifel hingeben, a« in demselben Moment, in dem unsere national -jüdische Idee Tre Kraft bei uns einbüßt, der erste Stein am Fundament der jüdischen '"rnsache gelockert ist. Es hat Arbeit gekostet, bis wir soweit gekommen sind, daß wir vor sechs Jahren eine Turnerschaft haben begründen können; und als wir den Schluß sefaßt, den Tendenz-Paragraphen zu einem national-jüdischen zu fachen, da haben wir uns tragen müssen: wird dieses Fundament vielleicht as Fundament eines kleinen Hauses sein, in das es sich nicht lohnt, ein Volk 'neinzuführen, selbst ein kleines Volk nicht, oder kann es soweit ausgebaut erden, daß es das Fundament einer mächtigen Halle werden kann, die die u en der ganzen Welt zusammen zu fassen vermag. Wir haben den folgenweren Entschluß damals gefaßt, ein Fundament zu bauen aus ganz natürfäii'6" ^uadern und einem ganz festen Kitt, der aus Blut und nicht aus zu- 'gen Kulturen besteht, aus Kulturen, die wir durch unseren zufälligen Aufmalt in diesem oder jenem bewohnten Teil der Erde in uns aufgenommen ^iben. Mit diesem Entschluß haben die Begründer der Turnerschaft ihren fje edern ein heiliges Vermächtnis übergeben, ein Vermächtnis, das in jedes rz tl(Jf eingebrannt sein soll, und dieses Vermächtnis soll das sein, daß lütT« u Si(* selber* "'eine Herren Delegierten, den Gedanken der nationalsehen Turnbewegung immer tiefer verinnerlichen und in Ihren Vereinen lese Idee, die Seele unserer ganzen Arbeit, immer fester Wurzel fassen sehr2" AUf dem letzten TurntaK hat Herr Julius Berger, den wir heute r schmerzlich vermissen, ein formvollendetes Referat gebracht über den ic^k' ^rz'enung; nacl1 d'eser Richtung in unseren Vereinen hat, und ann auch an dieser Stelle nicht dringlich genug darauf hinweisen, daß b, "nseren Vereinen noch weit mehr als bisher geleistet werden kann, nicht ob durch Vorträge, sondern durch das vorbildliche Beispiel eines jeden v«n Ihnen. sa e ^'S.was oetrachten wir uns? Ich kann es doch wohl ohne Überhebung Wir 11 1^ halten uns *ür eine erlesene Schar innerhalb der Judenheit. alten uns nicht bloß dafür, sondern wer uns gestern gesehen hat, und