Jüdische Turnzeitung
- Journal
- Jüdische Turnzeitung
- Volume
- 10 (1909)
- Issue
- 12 (12.1909)
- Date
- 1909-12-01
- Page
- [Seite] (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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3üdifche Uumzeifung, ülonatsidirlK für die körperliche Bebung der Süden Herausgegeben von der Südlichen Curnerfchaft ^Jajrg. no. 12 Benin e^HiSanderstr. 39 Dezember 1909 ^stdruck der »»cMolgepden OririnalaufsStze 1 nur mit genauer Quellenangabe gestattet. Zu Georg Arndts Gedächtnis. ßören wir, was unier rofer Freund zu uns Ipricht. Als er lebte, pernahmen wir nur losgelölte Klänge; nun er uns verladen na*> fügt [ich (ein ganzes lieben zu einer mächtigen Rede. Balten wlr ihr ffand f Der harte Sram liegt auf unteren Kerzen; aber Größeres ift von uns gefordert, als Crauern und Klagen. Größeres Ordert unfer toter Freund von uns. flls er lebte, hat er von lieh flelchwiegen; nun er uns verladen hat, Ipricht lein ganzes üeben aus, was er war. Wir wollen ihm nachleben, nicht allein fein Bild bewahren, fondern feine reine Kraft unfterblich wirklam, un> Werblich heimlfch machen in unleren Caten und in unlerer Caten Kindern und Kindeskindern, nehmen wir Tieferes wahr als das grauen des Schickfals, ertragen wir den Blick des Geheimnilfes, loufchen wir der gewaltigen Stimme, ßören wir, was unfer toter "eund zu uns Ipricht. * Was ift dies, das wir Saluth nennen, das Saluth der Seele? was ift dies Siechtum, das die not vieler Zeiten in uns gro&ge« 20flen hat? Da& wir fchwach geworden find, die wir einft doch [wk waren; dah wir gebeugt läileichen, die wir einft doch aufrecht 'Witten; dah wir fcheu blinzeln, die wir einft doch in die Sonne Rekten. Wir gehorchen der flngft, ftatt wie einft dem mute; wir «andern aus Zwecken, ftatt wie einft für Ziele; wir gelütten, ftatt J begehren, nicht das Beldentum der Päter lebt in uns fort, nur »re Knechtfchaft. Das ift es, was wir Saluth nennen, das Saluth der Seele. al hWe,*es ,ft der We8' dcr aus dem <5aIu,n fflnri7 Manche fl'aubten, ihm nur entfliehen zu können, wenn fle zugleich dem »wdentum entflohen; das Saluth Ift mit ihnen in die Fremde gegangen. Etliche wollten es nicht länger tragen und gaben fleh den