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Jüdische Turnzeitung · 1909-10-01 · 10/11 (10.1909) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Turnzeitung
Volume
10 (1909)
Issue
10/11 (10.1909)
Date
1909-10-01
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
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1SÖ No. 10/14 Schauturnen auf dem ßamburger Kongreg. Die 3üdifche Uurnerfchaft hat befchloKen, an dem diesjährigen Zionißen'Kongreß in ßamburg ein Schauturnen abzuhalten. Wir haben dielen Befchlufc gefaftt aus der Empfindung, daft es die Pflicht der nafional.Jüdiichen Organifafionen fei, all Ihr Können in den Dienft einer Jeden gut jüdischen Volksfache zu ftelien. Die be« geifferfe Zuftimmung, die unfer Befchluh bei allen unferen Ver» bandspereinen gefunden hat, bärgt für die Einmütigkeit und <3c Ichloflenheit unteres grofjen Werks. Die meinen unterer Verbandspereine werden felbft aus weiter Ferne die beffen mitglieder entfenden, fodafc wohl fchon Jeftt eine Beteiligung pon über 100 Curnern feftfteht. Der Bar-Kochba-Berlin allein ffellf 50 Ulann, feine lämflichen 25 Vorturner haben fleh das Wort gegeben, an dem Schauturnen mitzuwirken. Das in ßamburg unter der fieifung unferes früheren Perbands» Vorfihenden Dr. Ernft Cuch zufammengetretene Curnerfchafts« Comife hat bereits einen grofjen Cell der Vorarbeiten erledigt; das genaue Programm veröffentlichen wir nachftehend. Wir zweifeln nicht, daft auch diefes mal wie auf unterem erffen Verbands •Schauturnen in Bafel 1903 — uns pon unteren Gegnern nachgefagf werden wird, wir Identifizierten uns mit dem Zionismus. Wir haben unfere Stellung zum Zionismus feit Sohren in Vorträgen und befonderen Artikeln der Curnzeifung klar und deutlich ausgefprochen und geben im folgenden einen Auszug aus dem pon Dr. Salowicz auf dem II. Curnfag in Berlin 1905 fle* halfenen einschlägigen Referat*) wieder, an dem wir auch heute nichts zu ändern, dem wir auch nichts hinzuzufügen haben. .,t:s ist das unbestreitbare und auch unbestrittene Verdienst des Zi«"'18' iiiiis. insbesondere des II. Baseler Kongresses, eine planvolle jüdische Tun'-, bevernin« ins Leben «erufen zu haben. Zionisten waren fast durchgehen«« die Oriinder unserer Turnvereine und die sorKsameu Bewalirer ihrer JIM**" nationalen Tendenz. Datier resultiert bei vielen unserer Volksgenossen <wL Meinung die „Jüdische Turnersehafr sei zwar nicht nominell, aber tatsflc^ lieh zionistisch. Wäre diese AuffassuuR richtitr, dann könnte man den jüdische" Turnern den Vorwurf abstruser hÜKenbrödelei „der uar den der Feinheit eisparen. Denn es hatten sich die jüdischen Turner — ohne eine von zionistischen abweichende Tendenz zu besitzen — dann nur den Lnxus eine* besonderen Namens Keleistet <ider sich vor dem ..Zionismus" *pef»re2l**^ Heide Vorwürfe sind unheifriiiidel. rüne kritische Verjfleichuus: der 1 *} Jüd. Tunwtg. 1905, Nr. 5/6.

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