Jüdische Turnzeitung
- Journal
- Jüdische Turnzeitung
- Volume
- 10 (1909)
- Issue
- 9 (9.1909)
- Date
- 1909-09-01
- Page
- [Seite] (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
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No. 9 175 von einigen nur unregelmäßig besucht. Das Gros der Besucher setzt sich eben aus Sektionsmitgliedern zusammen. Im Sommer beschränkte sich unsere Tätigkeit lediglich auf die Veranstaltung von Ausflügen. Hier gilt wieder das oben erwähnte, daß die Ausflüge für alle Vereinsmitglieder bestimmt sind. In dieser Hinsicht ist Wohl eine Besserung gegen das vergangene Jahr zu verzeichnen, jedoch erreichte die Zahl der Ausflugteilnehmer noch immer nicht die gewünschte Höhe. Unsere Ausflüge führen uns meistens in die herrliche Umgebung von Wien. Kaum eine Stunde Bahnfahrt und wir befinden uns im schönsten Hoch- Wald. Beim Abstiege und in der Ebene wird gesungen und gescherzt, die Stimmung ist immer eine fröhliche; wer einmal an unseren Ausflügen teilgenommen hat, ist immer noch auf seine Rechnung gekommen. Es sei noch bemerkt, daß bei unseren Wanderungen die Damen nur spärlich vertreten sind, was wohl sehr zu bedauern ist. Vielleicht wird eine Mahnung von dieser Stelle aus dazu beitragen, daß sie in Zukunft zahlreicher erscheinen. Aber noch eines soll nicht unerwähnt bleiben. Es ist uns zur Gewohnheit, |a zu einem Bedürfnis geworden, bei unseren Ausflügen volkstümlich zu 'Urnen. Wir wollen gern zugeben, daß der letzte Turntag in Berlin die Anlegung dazu gegeben hat. Allerdings ist es uns nur möglich, einige Zweige dieses Turnens zu pflegen. Kommen wir auf eine Wiese oder Waldlichtung, wird gleich ein schwerer, wenn auch unförmiger Stein herbeigeholt und ^'einstoßen geübt. Dann folgt Weitspringen, Hechtspung, und den Abschluß bildet gewöhnlich ein Wettlaufen. Last not least sei die Bibliothek der S. J.-J. erwähnt, welche bereits ziemlich groß ist; sie wurde teils durch Ankauf, teils durch Schenkung erworben und steht jedem Mitgliede zur unentgeltlichen Benützung zur Verfügung. S. W. „ ProBnitz. J. T. V. Am 22. August d. J. fand unser G a r t e n t e s t mit ehauturnen statt. Hat früher ein Gartenfest ohne turnerische Übungen schon viel Besucher herangezogen, so war das Interesse an dieser Veranlaltung wegen des Schauturnens ganz bedeutend gewachsen, insbesondere. a zwei neue Abteilungen, die Damen- und die Schüler-Abteilung, zum wsten Male sich der Öffentlichkeit zeigen sollten. Für die Freiübungen der /"iner-Abteilung kamen natürlich nur die Übungen des Verbandsschauturnens in Betracht. Bei der Wahl der Geräteübungen für die Männeroteilung mußte der Tunrwart Hönig auf die jetzige niedrige Durchschnitts- Viairtät unserer Leistungen Rücksicht nehmen, welche durch das allmähctie Verschwinden der gesamten früheren ersten Riege verschuldet ist jj Wurden für die erste Riege eine Kombination von Bock-Reck-Übungen auf •♦"'n' die zweite R'eKe turnte am Pferd (Quer-, Spreiz- und Schrauben- und i en'' die dritte ^iege Descnäft'2te sicn mit Hochsprung (mit Ball t ^enclun8ien)- die Mädchen -Abteilung hatte deren Leiter m i un*sr Anwendung einfacher Arm- und Beinbewegungen sehr antr . ge Freiübungen zusammengestellt; eine 12 Turnerinnen starke Riege die Sc Jfnn z.u Barrenübungen an, und schließlich wurden von sieben Mädchen p *' cnwedischen Freiübungen", mit welchen die Posener Damenriege beim — ifi°Mmers in Berlin brillierte. durchgeführt. Die Schüler-Abteilung Leitu tte,schuler im Alter von 11 bis 15 Jahren — brachte unter Kiens "ete "f Von ver'a"ten f'n diesem Heft weiter unten verzeichne* v^bungen); dann amüsierten die Kinder sich und die Zuseher im pro_ essel" und beim „Seilziehen". Zum Abschlüsse des turnerischen mms stellten sie, unter Verwendung von sechs Nickelstäben, drei Frei-