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Jüdische Turnzeitung · 1909-08-01 · 8 (8.1909) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Turnzeitung
Volume
10 (1909)
Issue
8 (8.1909)
Date
1909-08-01
Page
[Seite] (sequence 28)
Language
German
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150 No. 8 Turnfest. Ein großes jüdisches Turnfest, das den glänzenden Abschluß der Propaganda-Turnfahrt bildete, die von unserem Bruderverein in P h i 1 i p p o p e 1 in die türkischen Großstädte unternommen wurde und an dem sich auch die jüdischen Turnvereine Tatar- B a z a r d j i k und J a m b o 1 i (Bulgarien) sowie der Vorstadtverein Haskeuy beteiligten, fand in den Tagen vom 28. Juli bis 2. August in Konstantinopel statt. Aus dem Programm, das 20 großartige Arrangements vorsah und den Zeitraum von 6 Tagen t>is ins kleinste einteilte, seien erwähnt die turnerische Vorstellung auf dem Paradeplatz, u. a. mit schwedischen Freiübungen von 150 Männern der sechs Vereine, Freiübungen der Mädchen-Abteilung Philippopel, sowie einem Massenturnen an Geräten und Pyramiden. Am Sonnabend Nachmittag fand ein Gartenfest und am Sonntag eine Wiederholung der Turnübungen im „Jardin de Paris" statt. Für die Festlichkeiten war eine großzügige und moderne Propaganda entfaltet worden. Plakate, Einladungen, Programms etc. waren in französischer und hebräischer Sprache gehalten. Überaus herzlich war die Aufnahme, die unsere bulgarischen Gäste hier fanden. Ihre Ankunft in Konstantinopel war die Gelegenheit zu einer nationaljüdischen Kundgebung. Auf dem Wege zu unserer Kneipe wurden die Turner jubelnd begrüßt. In einer späteren Rede gelobte Herr C a 1 e f f, der Führer der bulgarischen Gäste, namens der jüdischen Turner seines Landes stete Treue zur nationaljüdischen Turnsache und brachte ihr ein Hedad dar. Die letzte Nummer der „Welt" bringt über den Aufenthalt der bulgarischen „Makkabäer" in der Türkei ausführliche Berichte. * * Am Freiheitsfeste des 23. Juli, zu dem die augenblickliche innere Lage so wenig paßte, haben auch die Konstantinopeler Juden bedeutenden Anteil genommen. Um 9 Uhr morgens versammelten sich die „Liga Rodfe Emeth" von Haskiöi, der „Jüdische Turnverein Makkabi", der „Club de la Jeunesse israelite" aus Balat und die „Fraternite israelite« zu Ortaköi bei Chichane - Karakol und setzten sich, ein Fanfarenorchester an der Spitze, nach dem Freiheitshügel »J Schischdi in Bewegung, wo an diesem Tage der Grundstein zu dem Denknw für die den Freiheitsheldentod Gefallenen gelegt werden sollte. Der Zug war imposant. Zuerst kamen Soldaten zu Pferde. Sodann Wagen mit den Präsidenten der Gemeinde und Vereine und das Rabbinerkollegium. Hinter ihnen trugen sechs „Makkabäer" ein riesiges Blumenarrangement in Form eines Magen-Dawid. Nach ihnen kam das Orchester un dann die von zwei uniformierten Tempeldienern getragene Riesenstandarte m der hebräischen, türkischen und französischen Aufschrift: „Den gefallenen Freiheitskämpfern die dankbaren Juden«. Ihr folgte der Knabenchor der Synagoge von Ortaköi, der zwischen den Orchesterstücken seinen Oesang erschallen W j Endlich kamen die Bannerträger der Vereine und am Schluß sechzig unifo* mierte Turner des „Makkabi", die den enormen, auf einem Karren grfahre

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