Jüdische Turnzeitung
- Journal
- Jüdische Turnzeitung
- Volume
- 10 (1909)
- Issue
- 6/7 (6.1909)
- Date
- 1909-06-01
- Page
- [Seite] (sequence 35)
- Language
- German
- Belongs to
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No. 6 7 109 »erade zwei Vorturner erschienen, der eine, um feierlichst die neue blauweiße j"'agge zu hissen, der andere, um sich zum Weiterschlaf in die Büsche zu legen. Alle anderen trafen gegen 11 Uhr ein, als es hohe Zeit wurde, das " e 11 u r n e n zu eröffnen. Die Beteiligung war schwach. Turner der Vereine Berlin, Charlottenburg, Köln und Wien-Fünfhaus traten nach einigen geschlossenen Bewegungen und ermunternden Freiübungen vor interessiertem piblikum zum D r e i k a m p i im Weithochsprung, Steinstoßen und 100 Meter- Lauf an. Nicht wenige Konkurrenten, die noch später aufgestanden waren, mußten zurückgewiesen werden. Die Sache selbst litt unter wenig routinierter Urganisaiion. Das nächste Mal werden wir es schon besser machen. Es gibt auch noch immer zu viel Leute, die für „Ordnung" sorgen, und zu wenig, die sje halten. Unser unermüdlicher Jacks hatte den Platz festlich hergerichtet. wertet wurde nach der auf Anregung des III. Turntages von Dr. Blum ausgearbeiteten Wett-Turnordnung, die zu wertende Höchstzahl betrug je 10 (Tor ^unl{te- Erfreuliche Resultate wurden im Springen erzielt (Pflichtw> m hoch, 1,80 m weit). Oppenheim-Berlin tat den besten Sprung mit 1,50 m »ohe und 3 m Weite. 10 Punkte erreichten ferner die Berliner Leo und Manred Löwenthal und Hirschfeld, fielen aber mit anderen hoffnungsvollen jugendlichen Springern beim Steinstoßen aus. —Den 15 kg schweren Stein (Pflicht jWO m) stießen Meyer-Köln 5,40 m und Witkowsky-Berlin 5,15 m weit. Wo "Heben da unsere munteren Springer und Läufer! Also viel mehr gleichmäßige Ausbildung! — Der 100 M e t e r - L a u f auf guter Straße (17 Sekunden Pflicht) pUrde zu einem Hindernisrennen. Bald versagte eine Stechuhr, bald die istole. Mißverständnisse trugen einigen Läufern zweiten Start ein, jedoch "fden von den meisten recht gute Zeiten erzielt. 10 Punkte 12 Sekunden schaffte keiner, S Punkte, als die höchsten, gleich 13 Sekunden, beide Löwen- 'nals-Berlin. Als Sieger gingen aus den Wettkämpfen hervor: . Stein- „.„ Lauf zusammen sto»seii Heinrich Meyer-Köln.....9% 10 7 26% Punkte <• Iwan Witkowsky-Berlin .... 8 9 7'/2 24</2 Andreas Säbel-Wien-Fünfhaus . . 9l/2 6 5 20>2 die K^abel waren beim ersten Lauf sechs Punkte gutgeschrieben worden, Ko u 'eider annulliert werden mußten, weil Leop. Kikoler-Berliri außer £ "kurrenz „handicapte". Den drei Preisträgern auf den Fersen blieb Leo . Wenthal-Berlin mlt 20 p"nkten. Dann folgten Epstein-Berlin mit 19, ■ ^chmuckler-Köln mit I8V2, Manfred Löwenthal-Berlin mit 18 Punkten. 3 q M'1 v'el Feuer wurde danach ein Eilbotenlauf — 4 Stafetten, scha/t n 1 ^oln ~ zu v,er Gegenläufen ä 100 Meter inszeniert. Die Manns p a" Berlin I (Max Kikoler) hatte leichten Sieg. Nach einigen S t a b h o c h - wohl"n K e n wurde zuletzt unter allgemeiner Spannung der lang ersehnte seford Creitete Fa « s t b a 11 - Match Köln-Berlin, zu dem der Bar Kochba 'st de R hatte> mit zweimal viertelstündiger Dauer ausgetragen. Wiederum naf _J ar Kochba — diesmal aber ehrenvoll, da er inzwischen viel gelernt Das S ^i86" die Kölner Kämpen, und zwar mit 35 zu 47 Bällen, unterlegen. PointsP War oft aufreKend; Meyer-Köln und Nathan-Berlin gaben feine helle p nd die zahlreichen enragierten Freunde hüben und drüben hatten ihre manch an der Vervemit der bald von dieser, bald von jener Seite ständicr verloren geglaubter Ball gerettet wurde. Faustball sollte überall Sonnt eespieIt werden! Die vorgesehenen, mit großem Eifer an vielen mußte h ei"geübten Spiele der Berliner Frauen-Abteilungen "• der vorgeschrittenen Zeit wegen, ausfallen.