Jüdische Turnzeitung
- Journal
- Jüdische Turnzeitung
- Volume
- 10 (1909)
- Issue
- 5 (5.1909)
- Date
- 1909-05-01
- Page
- [Seite] (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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No. 5 71 Für die Zukunft seiner Abiturienten ist die Schule gleichbedeutend mit einer Hochschule in den United States und besitzt Vorzüge, welche sie für 'hre Schüler besser geeignet macht als jede andere. Auch die staatlichen amerikanischen Schulen, Hochschulen und Universitäten stehen jedem Qualifizierten kostenlos zur Verfügung, und es ist auch dort den Studenten, besonders denen der Landwirtschaft, möglich ßcmacht, ihren Lebensunterhalt während des Studiums zu verdienen. Hingegen findet das praktische Arbeiten der Studenten zum Verdienen des Lebensunterhaltes nicht Hand in Hand mit dem theoretischen Unterricht in der H. A. S. statt. (Fortsetzung folgt.) Aus der Jüdischen Turnerwelt. Berlin. Bar Kochba. (Bericht über den Ausflug der Frauenabteilungen °.es B- K. am 18. April 1909.) Barkochba-Ausflug und schönes Wetter, das 'nd, wie die Erfahrung lehrt, Begriffe, die in engster Beziehung zueinander ehen. So hatte denn auch am 18. April, als die Frauen-Abteilungen des B. K. 'Cn zu ihrem ersten Frühlingsausflug trafen, der Himmel sein strahlendes ewand angelegt. Und heiter wie der Himmel war auch die Stimmung der amen (es waren dieses Mal einige vierzig), die sich pünktlich zur festgesetzten Zeit auf dem Bahnhof Alexanderplatz eingefunden hatten. Lust und fohlichkeit herrschten unter ihnen von der ersten Stunde des Zusammen- Ah"1SHUnc' ver''essen s'e n'cnt während des ganzen sonnigen Tages. Am am m verabschiedete man sich noch herzlicher voneinander, als man sich Kern 8en beerüsst hatte. Undankbar wäre es auch gewesen, hätte man de |Ul-rt 0C^er Kest°hnt; denn wir hatten an dem Tage, wenn auch nicht einen Uns eic|ltesten> so doch einen der schönsten Teile der Mark zu durchwandern. nachV - 8 *ünrte uns von Erkner aus an der lieblichen Löcknitz entlang man 5?ritnne'de. Das Bedenken, das sich vorher geltend gemacht hatte, ob Weg ^our scnon so *run ini Jahre wählen dürfe, erwies sich auf dem warm Sßbst als unberechtigt. Einige Tage vor unserem Ausfluge war Licht Cr en gefallen; so hatten denn am Sonntag die Bäume schon grosse scheid utlKestecl<t' ia. hie und da hatten sich die Knospen im hellen Sonnende" schon zu kleinen, zarten Blättchen entfaltet, und dieses Bild des sonder S ^liin'mSs' das ia in diesem Jahr nach langem Winter mit bewie dfiCr <s ennsucnt erwartet wurde, bietet sicherlich ebensoviel Schönheiten Wjr r Sommer mit seiner reicheren Pracht, — Fast drei Stunden waren der MaWanC*eit' a's %vir nacn Grüiheide kamen. Inzwischen hatte sich auch prejen Ken bemerkbar gemacht, und nun Hessen wir uns das Mittagessen im denn e-8ut5cnmecl?en. Die Mittagsrast wurde auf zwei Stunden ausgedehnt; Am We\ c c^tiger Weg musste am Nachmittag noch zurückgelegt werden, herrlich \i « entlanK King es nach Alt-Buchhorst, und von da w eiter durch "ieder \ f*enden Nadelwald nach Rüdersdorf. Die Sonne brannte auf uns nicht zu 16 n v'aren trocken von den Anstrengungen des Marsches und. etwas übVefigeS^en' des ^esanKes. und alles atmete auf, als wir in R.. nach senug w Cr ssjB langem Suchen ein Restaurant entdeckten, das gross kenutzmfJ' Um *eder von uns einen Stuhl und e'"e Kaffeetasse zur alleinigen Ordnung v!"^ Verfil.Kung z" stellen. Der (Janen war zwar noch nicht in aber wjr f0'"' d'e Innenräume konnten so viele Personen nicht fassen. Selbst die T en den Mut nicnt- Mit weiblicher Rührigkeit trugen wir '"Sehe hinaus, Kafiee und Kuchen wurden in genügender Menge