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Jüdische Turnzeitung · 1909-03-01 · 3/4 (3.1909) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Turnzeitung
Volume
10 (1909)
Issue
3/4 (3.1909)
Date
1909-03-01
Page
[Seite] (sequence 26)
Language
German
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52 No. 3—4 Handbuch für Leiter und Leiterinnen von Frauenturn - Abteilungen. Von Dr. Edmund Neuendorff in Haspe. Kart. 2.80 M. Verla« von B. G. Teubner in Leipzig. Das vorliegende Handbuch bringt eine praktisch verwendbare Ubersicht über den Turnstoff des Frauenturnens, das für Frauenturnabteilungen Wesentliche der Methodik und eine reiche Auswahl von Übungsgruppen. Die Auswahl der Übungen ist eine zielbewusste. Das Hauptgewicht ist ausgesprochenermassen auf solche Übungen gelegt, die vorwiegend der Ausbildung der Rumpfmuskulatur dienen, doch nicht so, dass Wesentliches vernachlässigt wird, sondern um bisher Vernachlässigtes zu seinem vollen Recht zu bringen. Gute Illustrationen veranschaulichen besonders die modernen schwedischen Übungen. Die abgebildeten Turnerinnen tragen die Rockhose, die geeigneteste Turntracht, die jede Täuschung über fehlerhafte Haltung ausschliesst. Die Einteilung des Buches entspricht dem Verlauf eines Turnabends, für den der Verfasser folgende Angaben macht: I. Reine Freiübungen 10 Minuten; II. Marsch-Lauf etc. Übungen 10 Minuten; III. Zusammengesetzte Freiübungen 10 Minuten; IV. a) Gemeinturnen aller an einem Gerät 20 Minuten, b) Riegenturnen an Geräten 20 Minuten; V. Kürturnen oder Spielen l5 Minuten. Jedem Abschnitt sind methodische Angaben vorausgeschickt, über die jeweilige' Auswahl und Anordnung der Übungen, über die Art ihrer Ausführung und über ihren übungswert. Sie enthalten in ihrer knappen, klaren Form alles, was der Leiter oder die Leiterin von der Methodik des Turnens wissen muss, und man bewundert nur immer die Kunst, in wemK Worten viel zu sagen. Da, wo es an Zeit und Gelegenheit zur praktischen Ausbildung geeigneter Leiter und Leiterinnen fehlt, bietet das Handbuch zwar keinen vollgültigen Ersatz, aber ein gutes brauchbares Surrogat. Wenn Geübtere das Gebotene nicht unmittelbar in ihre Turnstunde hineintragen wollen, wird allerhand Neues und Interessantes sicher anregend und befruchtend auf Ihr turnerisches Schaffen wirken. Was das Geräteturnen betrifft, so möchte Ich das Handbuch ganz besonders unsern Vorturnerinnen empfehlen. Zwar vieles, was sie bisher geübt haben, ausgeschaltet, manches wohl auch ohne Not, dafür finden sie viel anderes und besseres und noch dazu ganz te' brauchsfertig in methodischer Folge, ein Prinzip, das jedenfalls mehr 8,5 bei uns Mode, in Ehren gehalten werden sollte. fL ^" Die Juden In Österreich. Herausgegeben vom Bureau für Statistik der Juden, 160 Seiten, Verlag Louis Lamm, Berlin 1908. Die vor uns liegende Schrift gibt uns ein übersichtliches Bild vo Leben unserer Volksgenossen in Österreich. Die vielen genauen statistis«1 Angaben über die Bewegung der Bevölkerung, die Berufsverhältnisse u» £ welche in 11 verschiedenen Kapiteln eingehend behandelt sind, legen ZgM1"*, von der flelssigen Arbeit, der sich der Verfasser des Buches, der auf » Gebiete der Jüdischen Statistik bekannte Dr. Jacob Thon, unterzogen n» ■ Das Werk enthält manche interessanten Auskünfte über die Lage der osw reichischen Juden, zeigt aber wieder, wie auch dort, wo die Juden o Jahrhunderte mit dem Geschicke des Staates verbunden sind, 'ninier,u(jeii immer das Bestreben danach gerichtet ist, eine Ausnahmestellung der J herbeizuführen. Von ganz besonderer aktueller Bedeutung ist hent* Kapitel VI, Schulwesen, in welchem der Verfasser den Prozentsatz jüdischen Schüler zur allgemeinen Schüleranzahl nachweist. Bekannt»«! n

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