Jüdische Turnzeitung
- Journal
- Jüdische Turnzeitung
- Volume
- 10 (1909)
- Issue
- 1/2 (1.1909)
- Date
- 1909-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
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No. 1—2 17 Rlieder nicht durch Namen von Personen belastet wird, die nicht die Beiträge regelmässig bezahlen. Der Kassenbestand des Vereins beträgt am Schluss des Berichtsjahres 383,03 M. Wenn die Vermehrung des Vermögens gegenüber dem Vorjahre nicht erheblich ist, so ist dies auf die Vermehrung der Ausgaben iür den technischen Turnbetrieb zurückzuführen. Die Verwaltung war bei ihrer Geschäftsführung davon ausgegangen, dass es nicht Aufgabe eines Vereins mit modernen, praktischen Aufgaben sein kann, ein Kapital als Vereinsvermögen anzusammeln, dass vielmehr eine Vermehrung aller sichtlich gerechtfertigten Ausgaben geboten sei. die zur Hebung der Technik, zur Förderung des Turnens und auch zur Verbreitung des jüdischen Vereinseedankens dienen. Die Männerriege turnte regelmässig am Mittwoch Abend in der Turnhalle der städtischen Knaben-Mittelschule in der Naumannstrasse. Die Leitung lag in den Händen des Herrn Carl Adler. Qeturnt wurde an 48 Abenden von insgesamt 644 Turnern, so dass sich eine Durchschnittsbeteiligung von 14 Turnern ergab. Die Verteilung auf die einzelnen Monate ergibt sich aus nachstehender Tabelle: Januar 4 Abende mit 60 Mann Februar 4 „ „60 „ März 4 „ „60 „ April 2 „ „8 „ Mai 4 „ „ 54 „ J«ni 4 „ „ 41 „ Juli 5 Abende mit 77 Mann August 4 „ „ 56 „ September 5 „ „60 „ Oktober 4 „ „ 49 „ November 3 „ „ 47 „ Dezember 5 „ ., 72 „ Zu unserem Bedauern ist die Frequenz in der Mittwochstunde etwas geringer gewesen als im Vorjahre. Wenn sich auch persönliche Gründe für diesen Rückgang leicht finden lassen, so wollen wir doch auch an dieser stelle unseren Mitgliedern nicht den Vorwurf einer zu grossen Lässigkeit ersparen. Noch immer war es der Leitung nicht gelungen, in allen Kreisen und selbst nicht bei allen jüngeren Mitgliedern den Eifer für die unausgesetzte Vereinsarbeit, der sich eben nur in der regelmässigen Teilnahme ar> der Turnstunde betätigen kann, wachzuhalten. Immerhin muss anderseits *n.erkennend hervorgehoben werden, dass sich ein fester Stamm von Mit- «hedern als Kerntruppe gebildet hat, auf die wir regelmässig rechnen können. haben die begründete Hoffnung, dass die Zahl dieser aktiven Turner sehr bald erheblich wachsen wird. . Die Versuche, die Alte-Herren-Riege wieder einzuführen, sind nicht rn0,t unternommen worden. Sie haben nur zu einem vorübergehenden, da rfDer zu einem dauernden Ergebnis geführt. Wiewohl anzunehmen ist, au?S diesen Bestrebungen des Vereins der Erfolg erst dann sicher ist, wenn s unseren eigenen Reihen eine ausreichende Anzahl älterer Herren hervordlep?86" sein wird' denen das Turnen unentbehrlich geworden ist, dürfen "emühungen doch niemals aufhören. Tu ,Die vorturnerstunde die am Montag Abend in derseloen a/",al'e stattfand, wurde ebenfalls von Herrn Adler geleitet. Sie wurde Stund nden von 195 Turnern besucht, so dass im Durchschnitt jede nahrnp V°" 5 Vortl""nern besucht war. Die Vorturnerstunde, zu deren Teilin der T Mit*lieder zugelassen werden, die geeignet und gewillt sind, Ziele CHI en Turnstunde eine Riege zu führen, hat dem doppelten erziele i sowonl besonders gute Leistungen bei ihren Angehörigen zu n als auch die Vorturner für ihren Riegendienst vorzubereiten.