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Jüdische Turnzeitung · 1908-12-01 · 12 (12.1908) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Turnzeitung
Volume
9 (1908)
Issue
12 (12.1908)
Date
1908-12-01
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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Südffdie Uurnzeitung. ITlonatsrdirlft für die körperliche ßebung der 3uden Herausgegeben pon der gfldifthen CurnerMiatt. gjahrg. llo, 12. Berim nw., Rathe^i^ Pezeniber 190*- Nachdruck der nachfolgenden Orietaalaufsatze '»t nur mit geuur Quellenangabe gemattet Der Strassburger J. T. V. und der Qewerbeschulrat. Unser junger Strassburger Bundesverein ist in eine Kampfstellung gedrängt worden. Der Vorstand der israelitischen Gewerbeschule, deren Turnhalle dem Verein bisher zur Verfügung stand, hat ihm plötzlich deren weitere Benutzung für seine Sohüler- und Zöglingsriege verweigert,- weil er seine Tendenz nicht billigt. Unsere rührigen Freunde haben zwar bei der weniger kurzsichtigen Stadtverwaltung Ersatz gefunden, aber das widerrechtliche Vorgehen der Verwaltung verdient allgemein bekannt zu werden. Wie haben sich in wenigen Jahren doch die Zeiten geändert! Heute erscheint das eigenartige Verhalten des guten Strassburger Gewerbeschulvorstandes nur noch als ein Anachronismus, den wir °alb belustigt über uns ergehen lassen. Vor wenigen Jahren noch hatten wir dergleichen Schildbürgerstückchen fast Monat für Monat zu berichten. Da gab es bald diesen Gemeindegewaltigen, dem unser gut jüdischer Tendenzparagraph nicht gefiel, und der uns darum die Subvention der Gemeinde hintertrieb, bald jenen — natürlich mosaischen — Stadtverordneten, der das friedliche Zusammenleben der drei — gleichberechtigten — Konfessionen gestört fürchtete, wenn zu dem deutschvölkisch protestantischen und dem katholischen Jünglingsverein sich noch ein jüdischer Turnverein auftäte. Heute sind solche despotischen Manieren seltener geworden. Ditstete Arbeit, die wir — unbeirrt durch die chauvinistischen Strömungen auf dieser oder jener Seite — f»r unsere eigene Erziehung zu mannhaftem Judentum und für die Verbreitung unserer Ideen geleistet haben, hat allmählig doch auch den Fernstehenden und unseren erbittertsten Gegnern diejenige

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