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Jüdische Turnzeitung · 1908-08-01 · 8/9 (8.1908) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Turnzeitung
Volume
9 (1908)
Issue
8/9 (8.1908)
Date
1908-08-01
Page
[Seite] (sequence 22)
Language
German
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172 No. 8/9 Ähnlich verhält es sich mit den Bewegungen unseres Körpers und unserer Qliedmassen. Führen wir mit den Armen und Beinen zu gleicher Zeit verschiedenartige Bewegungen aus, z. B. Grätschen der Beine, Hochstoss des rechten und Seitstoss des linken Armes, so werden wir diese Bewegungen im Anfang nur langsam und später immer schneller machen können. Worauf beruht dies? Diese Bewegungen treten zu gleicher Zeit in unser Bewusstsein und gehen eine so innige Verbindung ein, dass mit der Ausführung der einen Bewegung sofort die andere ausgeführt wird. Die Verbindung wird mit der Zahl der Wiederholungen immer inniger und die Ausführung der Bewegungen geht schliesslich ohne unsere Aufmerksamkeit vor sich. Und darauf beruht alle Übung. Es ist wohl damit nachgewiesen, dass der turnerische Neuling gleichsam ungeschickt sein muss. Es sollte also diese psychologische Erklärung in Aufrufe zur Teilnahme an Übungen aufgenommen und immer beim Eintritt eines Neulings vom Vorturner mündlich wiederholt werden; denn es würde dadurch auch dem Unfuge gesteuert, dass man Neulinge belacht, was diese schliesslich um so mehr in ihrer Absicht bestärkt, der Turnstunde immer fern zu bleiben. Es sollte mich freuen, durch diese Worte zur Hebung der körperlichen Förderung Erwachsener beigetragen zu haben. Verbandsfonds. J. T.V. und R. K., Prossnitz aus Anlass der Hochzeit Meyer-Löwy (K. 1,20)..........M. 1,08 Schachspiel F. A. — M. R.......... . . „ 20,— J. T.V. Strassburg dankt Herrn W. Wölfl, Würzburg, für freundl. Anfertigung von Skizze und Entwurf einer Karte „ 8,— M. 24,08 Aus der Jüdischen Turnerwelt. Bar Kochba, Berlin. Am letzten Sonntag des Juli fand auf unserem Spielplatz das in der letzten Nummer der Turnzeitung angekündigte volkstümliche Wettspielen statt. Über, die beim Fünfkampf erzielten Leistungen wird von anderer Seite noch besonders Bericht gegeben werden. Im ganze" war es ein angenehmer und erfreulicher Nachmittag. Die Qäste, die sich bald auf unserem, unter Isidor Wolffs Leitung, festlich hergerichteten Pia» in über Erwarten grosser Zahl eingefunden hatten, folgten mit grosser Aufmerksamkeit dem Wettkampf und nahmen insbesondere an dem mit viel Oeschick inszenierten Hindernisrennen regen Anteil. Die in Aussicht genommenen Qruppenspiele mussten leider wegen Mangel an Zeit ausfallen. Am nächsten Abend, den 27., wurde statutengemäss unsere zweite Generalversammlung im Jahre abgehalten, welche die während des ersten Halbjahres stattgefundenen Kooptationen bestätigte und die grösstenteils günstig lautenden Berichte vom Vorstand entgegennahm. Unser Kassenstand ist erheblich besser, als zur selben Zeit des vorigen Jahres. Bedauerlicherweise sind einzelne Vorstandsmitglieder durch berufliche Überlastung gehindert, sich in der auch von ihnen gewünschten Weise

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