Jüdische Turnzeitung
- Journal
- Jüdische Turnzeitung
- Volume
- 9 (1908)
- Issue
- 7 (7.1908)
- Date
- 1908-07-01
- Page
- [Seite] (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
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No. 7 143 Demission zurück, und die übrigen Punkte der Tagesordnung wurden rasch erledigt. Der Beitrag der aktiven Herren über 17 Jahre wurde auf 75 Pf. erhöht und somit dem der passiven gleichgestellt. Die Erhöhung der Zahl der Vorstandsmitglieder wurde beschlossen und eine Beisitzerin gewählt, zugleich wurde an Stelle des zurückgetretenen zweiten Schriftführers ein neuer gewählt, so dass sich der Vorstand wie folgt zusammensetzt: 1. Vors.: H. Bukert, 2. Vors.: E. Strauss, 1. Turnw.: F. Mayer, 2. Turnw.: M. Bloch, 1. Schriftf.: J. Weill, 2. Schriftf.: F. Kau ff mann, Kass.: S. Baer, Beisitzer: S. Bauer, L. Seligmann, Frl. P. Hammel. Es wurde noch beschlossen, Sonntags Vormittags Turnspiele zu pflegen. Die Stadtverwaltung stellt uns ihren Spielplatz auf der Gallenmatt zur Verfügung, und durch die Mühewaltung unseres 1. Turnwartes sind wir in Besitz von Geräten zu Hochsprung, Steinstossen etc. gelangt. Auch werden wir mit Erlaubnis der Fortifikation ein eigenes Häuschen zur Aufbewahrung der Geräte aufstellen. Im Ganzen herrscht in unserem Verein ein reges Leben. Es ist der erste jüdische Verein am Platze, der sich allgemeine Anerkennung verschafft hat und der imstande ist, eifrige Mitglieder heranzuziehen, so dass seine Existenz und sein Gedeihen gesichert ist. — Adresse: Pinkmattstrasse 11 III. Wir stehen bereits seit geraumer Zeit mit unseren Strassburger Turnbrüdern in Fühlung und haben Gelegenheit gehabt, die aufstrebende Entwickelung dieses jungen Vereins seit seiner Gründung zu beobachten. In Köln hatten wir das Vergnügen, die Vorturnerschaft des Vereins kennen zu lernen und danken diesen Herren weitere Aufschlüsse. Nach all dem hegen wir die frohe Zuversicht, dass der „Jüdische Turnverein, Strassburg", der ur>s nach leder Richtung gut fundiert erscheint, in Kürze, dank seiner steten besonnenen Arbeit, unseren rührigsten Vereinen an Erfolgen nicht nachstehen wird. Wir begrüssen den Verein aufs Herzlichste in unserer Mitte und hoffen, noch recht häufig und mit gutem Erfolge mit ihm gemeinsam zu arbeiten. (D. Red.) Bralla. Am 1./14. VI. hat unser jährliches Turnfest stattgefunden. Es haben sich an demselben unsere sämtlichen Abteilungen beteiligt. Das Fest Wurde mit Freiübungen eröffnet, bei denen sich besonders die Männerriege hervortat. Darauf folgten Hochsprünge vom Sprungbrett bis zur Höhe von 2 Metern; gemeinsame Pferdübungen sämtlicher Riegen und Übungen am Barren und Reck. Alle Übungen zeigten ernste Schulung und ernteten reichen Beifall. Zuletzt sind noch die mit grosser Sicherheit und schönster Symmetrie aufgeführten Pyramiden zu erwähnen. Der Turnermarsch »Parisiania", von der Männer-, Knaben- und Mädchenriege veranstaltet, kennzeichnete sich durch seine Originalität. Der Erfolg des Festes ist grösstenteils der Unermüdlichkeit, Gewissenhaftigkeit sowie auch dem stark ausgeprägten Aufopferungsgeist des Turnwarts, Herrn W. B. Leibowitz,?u verdanken. Das zahlreiche Publikum verliess mit den schönsten Erinnerungen die Feststätte. Berlin. Jüdischer Turnverein Bar-Kochba. Da versehentlich der Mo- \m r5cnt 'm Juni-Heft nicht zum Druck kam, haben diese Zeilen von dem "i wesentlichen gleichgestalteten Vereinsleben der beiden letzten Monate ." melden. Wie zu erwarten, lichteten sich die Reihen auf unseren Turn- Akf ü mit 8te'üender Temperatur erheblich. So sank in unserer I. Männer- ^oteilung die durchschnittliche Besuchsziffer von 45 im Mai aut ca. 30 im ™*onat Juni. Wesentlich besser hielt sich die II. Männer-Abteilung, bei sta« **esucn von 26 im Mai auf 22 im Juni sank. Eine genauere Turnatistik dürfte noch nach der am 27. Juli stattgefundenen Generalversamm-