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Jüdische Turnzeitung · 1908-07-01 · 7 (7.1908) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Turnzeitung
Volume
9 (1908)
Issue
7 (7.1908)
Date
1908-07-01
Page
[Seite] (sequence 19)
Language
German
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No. 7 141 Ein bedeutsames Urteil über die jüdischen Landwirtschaftsschulen in Amerika enthält der diesjährige offizielle Bericht des „Bureau of Education", erstattet von Professor Ralph Jewell von der „Clark University": Eine der besten zweitklassigen landwirtschaftlichen Schulen ist die »National Farm School" in Doylestown, Pa., die im .Jahre 1896 gegründet wurde, obwohl sie gegenwärtig nur von 40 Knaben (In diesem Jahre 63 Dje Red.) besucht wird. Ein vorzüglicher Lehrkörper unter Leitung des früheren Präsidenten einer unserer besseren landwirtschaftlichen Hochschulen unterrichtet in Kursen, die sich auf 4 .Jahre erstrecken. Knaben aus allen Staaten werden zugelassen und auch über das Glaubensbekenntnis der Schüler herrscht keine Vorschrift, obwohl die Schule hauptsächlich für lunge Juden bestimmt ist und auch fast ausschliesslich von solchen besucht *ird. Die Nachkommen Abrahams, die während ihrer frühesten Geschichte Bauern waren, wurden in den meisten Ländern der alten Welt seit Jahrhunderten atn Landerwerb gehindert und sind heute mehr denn irgend ein anderes Volk auf städtische Berufe angewiesen, nie meisten Schüler auf anderen Landwirtschaftsschulen haben zeitweise oder ständig auf dem Lande gewohnt, aber diese Knaben stammen ausnahmslos aus den grösseren Städten. Aber ihr praktischer und theoretischer Unterricht ist so gründlich, dass sie nach ihrer Entlassung ausnahmslosN erfolgreiche Farmer wurden oder ihren Berui auf ähnlichem Gebiete ausgeübt haben. Viele von ihnen sind in die Dienste der „Landwirtschaftlichen Abteilung" in Washington getreten und betätigen sich dort bei praktischen Versuchen. Die Baron Hirsch'sche Schule in Woodbine wurde im Jahre 1894 eröffnet und arbeitet in ähnlicher Weise, aber nicht ganz so erfolgreich. Während der Drucklegung dieses Heftes findet in Frankfurt a. M. das XI. Deutsche Turnfest statt, an dem sich etwa 50(100 Turner beteiligen. nächsten Hefte werden wir die ausführlichen Mitteilungen unseres Berichterstatters veröffentlichen. Bei den Olympischen Spielen, die gegenwärtig in London ausgefochteu Werden, hat England bisher die meisten Erfolge zu verzeichnen. Deutschend, das anscheinend wegen des Frankfurter Turnfestes nicht seine besten Mannschaften entsenden konnte, hat verhältnismässig ungünstig abgeschnitten. Verbandsfonds. Albert Asch, Berlin, Joachimsthalerstr. 21.....Mk. 50,— Gesammelt auf der Turnfahrt nach dem Siebengebirge aus Anlass der Vorturnerstunde in Köln . . . . „ 10,— Gesammelt von Mitgliedern des Strassburger Jüdischen Turn-Vereins.............„ 8,— Theobald Scholem und Frau danken für die Glückwünsche zur Geburt ihrer Tochter Eva.......„ 8,— Jntz Asch, Berlin.............„ 1,— Gertrud Levy gratuliert Resi Fischer zur Verlobung und Nanny Auerbach zum Geburtstag......„ 1,— uer Israelitische Turnverein Constantinopel gratuliert seinen Präsidenten Moritz Abrahamowitz......_„__2j—- " Mk. 70,— Sammlung für die Abgebrannten in der Constaniinopeler Vorstadt Haskeni. Bar-Kochba-Berlin.............Mk. 38,50

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