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Jüdische Turnzeitung · 1908-05-01 · 5 (5.1908) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Turnzeitung
Volume
9 (1908)
Issue
5 (5.1908)
Date
1908-05-01
Page
[Seite] (sequence 16)
Language
German
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No. 5 Allee) auf längere Zeit zu mieten. Durch seine Lage in schöner und belebter Gegend bei bequemer Verbindung entspricht der zum Teil schattige, abgezäunte Platz allen Anforderungen. Ein Restaurant mit grossem Qarten, das sich unmittelbar an den Platz anschliesst, eignet sich gut für Familienaufenthalt. Ein Tennisplatz, der zu unserem Platz gehört, wird Sonntags nachmittags stundenweise gegen geringes Entgelt unseren Mitgliedern überlassen. Die äusseren Bedingungen für unsere diesjährigen Sommerspiele, die Sonntag nachmittag, den 3. Mai, ihren Anfang nahmen, sind also günstig. Nun wird es sich zeigen, wie weit bei uns das Verständnis für Turnspiele gediehen ist. Bar Kochba-Fonds. Auf dem Stiftungsfest der IV. M.-A. durch amerikanische Auktion M. 15,— Bruno Dobrzynski gratuliert Sommerfeld zum Familienereignis . . „ —,50 Derselbe gratuliert Scholem aus gleicher Veranlassung..... „ —,50 Arthur Hirsch gratuliert Sommerfeld und Scholem...... „ 1,— Qeorg Wolff gratuliert Scholem............. „ —,50 Die 1. Frauen-Abtlg. des „Bar Kochba' gratuliert ihrer lieben Kassiererin Selma Lewy zur Verlobung........ „ 3,— It. Wolff gratuliert Scholem und Frl. Lewy....... „ 1,— Sa. M. 21,50 Jüdischer Turnverein „Bar Kochba", Berlin. Unsere Lehrlinge haben über eine Wanderung zu berichten, die sie so recht die Schönheiten der nächsten Umgebung Berlins kennen lernen liess: Von der Schönhauser Allee führte uns die Bahn in wenigen Minuten zur Jungfernhaide, und dann gings gleich tief hinein in den Wald, aus dem wir erst am Spandauer Schiffahrtskanal wieder auftauchten. Es ist kaum verständlich, was diesen herrlichen Laubwald vor dem Strome der Berliner Ausflügler bewahrt und ihm so seine reiche urwüchsige Vegetation erhalten hat. Dort findet man alles, was der märkische Wald aufzuweisen hat: Schlanke Buchen, deren vorjähriges Laub den Boden mit einer saftigbraunen, lederartigen Decke überzieht, knorrige Eichen, ragende Kiefern, Lärchen und hellstrahlende Birken. Fast nirgends reine Bestände, sondern stets eine abwechslungsreiche Fülle. Was aber dieser Haide die Freundschaft der anwohnenden Jugend sichert, das ist das Üppige Strauchwerk, die Beeren- und Haselsträucher, Qeisblatt, Hollunder und Schneeball, sowie die schönfarbigen Pilze, die, Auge und Hand erreichbar, dem, der ihnen ein wenig Aufmerksamkeit schenkt, bald zu trauten Bekannten werden. Hatte das Liederbuch schon in der Stadtbahn seine Dienste verrichten müssen, so kam es von nun ab überhaupt kaum noch zu der behaglichen Ruhe der Rocktasche, wenn es nicht gerade durch die auch nicht trägen Kauwerkzeuge abgelöst wurde. So marschierte die junge, sangesfrohe Schar etwa eine Stunde im Takte des frohen Wanderliedes, um dann bei kurzer Rast im Walde die mitgebrachten Fressalien eingehend zu studieren. Dann kam sumpfiges Wiesengelände, durchzogen von wasserreichen Qräben, die in kühnem Sprunge genommen wurden. Jenseits des Kanals nahm uns der Tegeler Forst auf, in dem die grösseren Kiefernbestände den Charakter des Laubwaldes ein wenig zurücktreten lassen. Solch eine Tour im Frühlenz ist so recht geeignet, mal ein wenig im praktischsten und lebendigsten Sinne Botanik zu treiben. Jene geheimnisvolle, sparsam gebende Knospenzeit, wo noch nicht die überreiche Formen- und Farbenpracht von einem liebevollen Eingehen auf die einzelne

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