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Jüdische Turnzeitung · 1908-04-01 · 4 (4.1908) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Turnzeitung
Volume
9 (1908)
Issue
4 (4.1908)
Date
1908-04-01
Page
[Seite] (sequence 10)
Language
German
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68 No. 4 Turnbruders Dr. Katz. Hierbei haben uns unsere Turnbrüder Jakob Zinn, Krell und Jaryczower, Mitglieder des Vereins „Bethar" in Tarnopol, kräftigst unterstützt. Nach Schluss des Schauturnens drückte Herr Cenar, Inspektor aller polnischen Sokolvereine in Galizien und Mitglied der K. K. Prüfungskommission für Turnlehrer, unserem Obmann seine vollste Anerkennung für die gebotenen Leistungen aus. Turnbruder Zinn hat das Lob redlich verdient, denn in erster Linie ist ihm der Erfolg des Abends zu danken. Alle Turner aber haben bewiesen, was fester Wille, Mut und Entschlossenheit vermag, wie durch energische und systematische Übungen die grössten Schwierigkeiten überwunden werden können. Wir sprechen noch an dieser Stelle allen Vereinen, die uns durch Pegrüssungslelegramme und Entsendung von Delegierten ihre brüderliche Anteilnahme an unseren Erfolgen bezeigt haben, unseren Dank aus und bringen ihnen ein kräftiges „Hedad!' Stanlsiau. Jüdischer Turnverein „Hakoach". Der neue Vereinsausschuss hat seine Tätigkeit begonnen und ein reichhaltiges Programm für das Sommerhalbjahr aufgestellt. Auf Anregung unseres Turnbruders Dr. Laufer wurde eine neue Turnabteilung für Männer unter Leitung unseres Vizepräsidenten Herrn Apperman, der zu den hervorragendsten Turnern unserer Stadt gezählt wird, organisiert. Diese Abteilung soll in kurzem die Turnübungen aufnehmen. — Es wurde ferner ein Komitee eingesetzt, um Ausflüge ins Qebirge und andere Oegenden'für jeden Sonntag zu arrangieren. Am 31. März d. J. haben unsere Vertreter Auerbach und Weissberg Bericht über den am 22. März stattgefundenen turntag der jüdischen Turnvereine Qaliziens erstattet. Unsere Vertreter besprachen die Eindrücke, die sie am Turntage wahrgenommen haben und waren entzückt Uber die turnerischen Darbietungen unserer Brudervereine in Lemberg und Tarnopol- W ir beschlossen in Anbetracht dessen, hier ein öffentliches Schauturnen aller unserer Abteilungen im grossen Theatersaale zu veranstalten. Möge dieser Qedanke baldigst in Ausführung kommen, da dessen Verwirklichung die Lebensfähigkeit des Vereins zeigen .und demselben einen grossen moralischen und materiellen Erfolg zuführen würde. — Es befremdet, dass die hiesigen zionistischen Vereine, insbesondere die akad. Verbindung „Bar Kochba" und der hier sehr beliebte Frauenverein „Rachela" dem jüdischen Turnvereine sehr wenig Interesse und .Beteiligung widmen; diesen Vereinen, deren Mitglieder sich hauptsächlich aus der Jugend rekrutieren, müsste die jüdische Turnsachc doch am meisten am Herzen liegen. F. Qd. Leibesübungen unter den Juden Englands und Amerikas. Es ist in diesen Blättern schon häufig darauf hingewiesen worden, wie gleichzeitig mit dem Entstehen unserer Turnbewegung in den verschiedensten I ändern Bestrebungen zur Hebung der körperlichen Tüchtigkeit der Juden einsetzten und wie gerade dieser Umstand geeignet ist, uns in der Überzeugung zu bestärken, dass unser Wollen als Ausfluss des im jüdischen Volke latent schlummernden Willens zur Kraft mit historischer Notwendigkeit gerade in unseren Tagen durch die jüdische Turnbewegung zur Tat reifen musste. Selbst in jenen Landern, deren politische Zustände eine jede Organisation zum Zwecke der Leibesübungen unterbinden, zeigt uns eine kraftvolle jungilklische Dichtung, dass auch hier das alte Judenvolk sich zu regen

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