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Jüdische Turnzeitung · 1908-03-01 · 3 (3.1908) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Turnzeitung
Volume
9 (1908)
Issue
3 (3.1908)
Date
1908-03-01
Page
[Seite] (sequence 13)
Language
German
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No. 3 47 Rechtshänder 99%, Linkshänder 1%, Der grösste Unterschied in den Beinlängen betrug 2 Zentimeter, in den Armlängen 3 Zentimeter. Manch einer, der mit Stolz behauptete, „gerade" gewachsen zu sein, musste sich beim Militär, wo all diese kleinen Unregelmässigkeiten über einen „Leisten gespannt" werden sollen, durch den oftmals wiederholten Befehl: „Linke Hüfte untern Leib" eines anderen belehren lassen. Auch wird die Beobachtung, dass in verhältnismässig seltenen Fällen der Befehl sich auf die rechte Hüfte bezog, unsere Statistik bestätigen. Bekanntlich tritt bei denjenigen Organen, welche häufiger gebraucht werden, eine reichliche Blutzufuhr ein, die Muskeln werden kräftiger und das ganze Organ nimmt an Stärke und Grösse zu. Daher haben die Rechtshändigen längere rechte, die Linkshändigen längere linke Arme.. Und da die unteren Gliedmassen in ihrer Entwicklung im günstigen und ungünstigen Sinne — letzteres zum Beispiel bei Lähmungen — kreuzweis der Entwicklung der oberen Gliedmassen entsprechen, pflegt bei grösserer Länge des rechten Armes das linke Bein länger zu sein, und umgekehrt. Was das Verhältnis der Beine zum Rumpf betrifft, so haben grössere Leute durchschnittlich längere Beine und kürzeren Rumpf, kleinere Leute verhältnismässig kürzere Beine und längeren Rumpf. Auch die Wirbelsäule verläuft nur bei wenigen Menschen genau senkrecht; vielmehr zeigt sich bei schöllgebauten Leuten überwiegend eine Ausbiegung nach links (Linksskoliose), bei den übrigen nach rechts (Rechtsskoliose). Es hatten von den Soldaten: eine gerade Wirbelsäule 32% ., rechtsskoliotische „ 52% ,, linksskoliotische „ 16% Der im allgemeinen häufigere Gebrauch des rechten Armes iiihrt eben zur stärkeren Ausbildung seiner eigenen Muskeln sowohl als der Ansatzmuskeln an Brust und Rücken. Daher ist auch meist die rechte Seite der Brust und des Rückens stärker entwickelt als die linke, und die Wirbelsäule wird durch die öftere Anspannung mehr nach rechts gezogen, es entsteht eben Rechtsskoliose (=52%, Linksskoliose nur 16%). Ferner wird hierdurch sowie durch das gewohnheitsmässige Ausruhen auf dem rechten Beine und die Übertragung des ganzen Körpergewichtes auf die rechte Seite auch wieder die Wirbelsäule nach rechts gebogen und das rechte Bein zusammengedrückt. Es erklärt sich somit wiederum das zahlenmässige merkwürdig übereinstimmende Verhältnis von grösserer Beinlfinge links (52%) gegen rechts (16%). Verbandsfonds. Gesammelt beim „Gefüllte Milz-Essen" bei Sehölems . . Mk. 8,— Streitfall Dr. A. und J. W...........„ 1,30 Erich Burin gratuliert Dr. Zirker zur Vermählung . . . „ 8,— Fritz Abraham aus der gleichen Veranlassung . . . . „ 3,— Summa Mk. 15,80 Turner, werbet für unseren Verbandsfonds!

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