Jüdische Turnzeitung
- Journal
- Jüdische Turnzeitung
- Volume
- 8 (1907)
- Issue
- 9 (9.1907)
- Date
- 1907-09-01
- Page
- [Seite] (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 89% known words query
- IRI
…/4921092-5965113-5965266--1965-4924799- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
158 II. Weitsprung: Anlauf und Absprung wie vorher. Zwei Sprünge sind gestattet, von denen der bessere gewertet wird. Berühren des Bodens mit den Händen sowie Hinfallen beim Niedersprung machen den Sprung zum Fehlsprung, während Rücktreten nur den Sprung bis zum hintersten, sichtbaren Fusseindruck verkürzt. Die Entfernung wird berechnet auf der wagei echten, von der unteren Sprungbrettkante bis zur senkrechten auf den hintersten, sichtbaren Fusseindruck gezogenen Linie. Je 20 cm über 3,60 m Reiten einen Punkt. III. Weithochsprung: Anlauf, Absprung usw. wie beim Hochsprung. Das Sprungbrett liegt 1,80 m vom Lotpunkt der 90 cm hohen Schnur entfernt. Die Schnur wird jedesmal 5 cm höher, das Brett 10 cm weiter zurück gestellt. Je 10 cm Sprungweite und 5 cm Sprunghöhe über obige Höhe gelten einen Punkt. IV. Dreisprung: Anlauf und Absprung beliebig. Nur ein Sprungbrett, 10 cm hoch, beim Absprung. Es darf links, rechts, links (resp widergleich) und Schlusssprung oder links, links, rechts (resp. widergleich) und Schlusssprung gesprungen werden. Als Sprungweite gilt die Entfernung von der Sprungbrettkante bis zum hintersten sichtbaren Fusseindruck gemessen. Hinfallen beim Niedersprung macht den Sprung ungültig. Zwei Sprünge sind gestattet; der beste wird gewertet. 8 m =■'"() Punkt, je 25 cm mehr 1 Punkt. V. Stabhochsprung: Absprung vom Boden ohne Brett; sonst gelten für Anlauf, Absprung, Niedersprung usw. dieselben Regeln wie für den Mochsprung. Je 10 cm über 1,60 m Schnurhöhe gelten 1 Punkt. VI. S t a b w e i t s p r u n g: Absprung von einem schwungfreien, 4,50 Meter langen, 50 cm hohen Sprungbrett. Je 20 cm über 4,20 m gelten 1 Punkt. Stab- und Körperhaltung beliebig. Bei den Springgeräten soll ausser der angemessenen Höhe (2 resp. 3 m) die höchstens 1 cm dicke und in der Mitte mit einem Schau - läppen versehene Sprungschnur auf Zapfen verschiebbar sein. Sprungstäbe sollen in verschiedener Länge, von 2,50 bis 3,50 m, vorhanden sein. B. Laufen. I. Schnellauf Uber 200 m: Die Bahn soll möglichst gerade und eben sein, eventl. mit festen Pfählen in einer Entfernung von 100 m, die im Umkehren angefasst werden dürfen. Das Ablaufzeichen lautet: Achtung — Fertig — Los!; gleichzeitig wird für die am Ziel stehenden Zeitnehmer eine Fahne rasch gesenkt. Es sollen gleichzeitig höchstens vier Teilnehmer laufen. Jede Sekunde weniger als 37 Sekunden Laufzeit gilt 1 Punkt, beim Laufen mit Umkehren jede Sekunde weniger als 39 Sekunden. II. Schnellauf über 150 m: 29 Sekunden 0 Punkt; jede Sekunde weniger 1 Punkt. III. Hürdenläufen über 100 m mit 4 Hürden, die aus 1 m hohen Lattengestellen (80 cm vom Boden entfernter Querleiste und 20 cm hohem, leicht biegsamem Material) bestehen; sie sind in 20 m Entfernung voneinander aufgestellt. Von den vier Läufern, die höchstens gleichzeitig laufen dürfen, hat jeder seine eigene Bahn und besondere Hürden. Ablaufzeichen wie vorher. Umwerfen auch nur einer Hürde macht die Übung, die nicht wiederholt werden darf, ungültig; das Berühren der.Hürden ist gestattet. 20 Sekunden 0 Punkt; jede halbe Sekunde weniger 1 Punkt. C. Heben. I. Einarmiges Gewichtheben. Der 25 kg schwere Hantel ist einarmig ohne Schwung und Pause von der Berührung einer 20 cm über dem Boden ausgespannten Schnur zur Hochstreckhalte des Armes zu heben. Der in drütschstellung stehende Turner darf weder ein Knie beugen noch den Sohlenstand aufgeben; doch dürfen die Zehen gehoben werden. Der belastete Arm darf im Beginn jeder Hebung erst bei völligem