Jüdische Turnzeitung
- Journal
- Jüdische Turnzeitung
- Volume
- 8 (1907)
- Issue
- 5 (5.1907)
- Date
- 1907-05-01
- Page
- [Seite] (sequence 7)
- Language
- German
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No. 5 77 Tabelle IIa. Längenmasse der Knaben. Alter: 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 — Längen- Durchschnitt Maxitna .... 112,0 110.7 118 116,1 126 124,6 138,5 125,7 136 133,3 146,5 137,6 145 139.7 153 146,7 163 157,7 170 — Minima .... Norm nachCamerer 109 104 115 105 120 113 125 114 130 104 135 129 5 140 132,51134,5 145 1151 141 157 — Tabelle IIb. Längenmasse der Mädchen. Alter: 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 Längen- Durchschnitt Maxitna .... 105 113,9 124 117,6 130 123,7 133 128,9 139,5 132,1 148,5 140,9 162 145,1 160 153,8 165 136 149,5 150 Minima .... Norm nach Camerer 107 101,5 113 111 118 114 1 123 119 128 120,5 133 124 139 127,51142,5 146 |153 158 160 Die Längenmasse der Mädchen kommen der Norm näher, besonders in der Reifezeit, im 12., 13. und 14. Lebensjahr. Soweit es die kleinen Zahlenreihen gestatten, welche zur Verfügung standen, kann von einem durchaus günstigen Einfluss des Ferienaufenthalts auf das Wachstum der Kinder berichtet werden. In Bezug auf die Brust weite wurden höhere Zahlen festgelegt "ls bei den schon oben zum Vergleiche angeführten Ferienkolonisten anderer Konfessionen, Jedoch wurden kleinere Zahlen als bei Beobachtungen an Kindern wohlhabender Familien gefunden. Hier waren es die Knaben, welche günstigere Resultate lieferten als die Mädchen, die in keiner Altersstufe den männlichen Durchschnitt erreichten. Auch bezüglich des Brustumfangs und der Atmung konnte in der Mehrzahl der Fälle ein entschieden günstiger Einfluss des Ferienaufenthalts nachgewiesen werden. Angesichts dieser erfreulichen Resultate kann man nur wünschen, dass immer mehr Menschenfreunde die Zwecke der Ferienkolonien fördern möchten. Dann könnten immer mehr Kinder nicht blos jener Vorteile •eilhaftig werden, welche die Wage und der Massstab nachzuweisen vermögen, sondern auch der ideellen Erfolge, die nicht minder gross sind: Der seelische Gewinn an Lebensfreudigkeit, an Mut und Arbeitskraft, lauter Waffen, deren das Kind der Armut, besonders das jüdische, Im Lebenskämpfe so dringend bedarf. Erhellt aus der ganzen Darstellung Dörnbergers die eigentlich selbstverständliche Forderung, dass der Arzt die ausschlaggebende Stimme bei der Wahl der Ferienkolonisten abgeben sollte, so schliesst sich daran der