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Jüdische Turnzeitung · 1907-04-01 · 4 (4.1907) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Turnzeitung
Volume
8 (1907)
Issue
4 (4.1907)
Date
1907-04-01
Page
[Seite] (sequence 21)
Language
German
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No. 4 71 das Lebenselement des schaffenden Künstlers, für das einzig Notwendige und Wirksame halt. „Bist du nie geweckt worden?" ist seine ewige Frage an seine Künstlergenossen, die einst gleichstrebend mit ihm, doch längst hinter seinem Adlerflugc im Staube zurückblieben. Henryk Glicensteins Erweckung geschah schon in früher Jugend, nocli in seiner reinjüdischen Umwelt. Darum ist, was in ihm so stark ist, das Jüdische selber; das heilige Feuer, das F.liahn einst auf dem Berge Karmel mit der Inbrunst seines Wollens entzündete. Glicensteins Wesen ist Feuer. Im Sehen, im Lieben, im Hassen, in der Arbeit, im Denken. Darum drängen sich so schwer seine Worte, stockt so seine Hede, die für die Glut seiner Gefühle zu kalt und zu träge, zu irdiscli sind. Darum seine Unzufriedenheit mit sich selber, mit all' seinen Werken, unter denen, wie er meint, noch kein einziges „Werk" ist — weil sein jüdisches Feuer wie eine Säule vor ihm her ihn immer schneller vorwärts in seine Bahn reisst. Auf seiner Bahn begegnete Glicenstein wieder seinem „erweckten" Volke, dass er einst als es noch schlief, verlassen. Kein Wunder, dass der Mann, dem die Erweckung zum Wollen alles ist, in heller Begeisterung erglühte. Mit fiebernden Augen und Wangen sah das kleine Männchen des Ghetto die Kraftgestalten der Turner der erweckten jüdischen Jugend. In ihren blitzenden Augäpfeln, ihren gestrafften Sehnen und Muskeln, ihrem trotzig erhobenen Nacken, sah er den unbezwingbaren Willen des auf seine Zukunft losstürmenden neuen Judenvolkes. Und in diesem Anblick träumte, aus diesem Anblick schuf er uns seinen Bar Kochbn. Israel Auerbach. Briefkasten. J. T. P. Das Register des letzten Jahrganges wird der nächsten Nummer beiliegen. Einsender. Wegen Raummanäcls kommt Ihr Artikel in einer der nächsten Nummern. Anzeigen. — Alle Werke der Jüdischen Literatur sowie alle Ritual-Artikel liefere ich billigst. Vereine und Bibliotheken erhalten besondere Vergünstigungen. »Pedell empfehle ich UOMmllCllß GeSClUCM von Prof. H. Graetz, in 3 eleg. Leinwandbänden Mk. 12.—. Ausführliche Kataloge lranco und gratis. Louis Lamm, Buchhandlung, Berlin C, Neue Friedrichstr. 61 63. Telefon III 6204. irifthHavtac Tim mar mit Pension zu vermieten, Restaurant »«» V U 11 e TI e S £ 1 Hl Hl 6 I c. WHtner, Münzsir. S

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