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Jüdische Turnzeitung · 1907-04-01 · 4 (4.1907) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Turnzeitung
Volume
8 (1907)
Issue
4 (4.1907)
Date
1907-04-01
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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56 No. 4 Herrn erledigt, sofern sie nicht in der Jüdischen Turnzeitung bekannt gegeben sind. An die fleissige Benutzung der Reisesparkassen in den einzelnen Vereinen sei ganz besonders erinnert! Der Ausschuss. Eine Stimme für den Sport. Es ist ein bedauerlicher Irrtum, dem vielfach auch in unseren Reihen gehuldigt wird, dass für das körperliche Ausleben nur oder hauptsächlich das Turnen in Betracht käme. Jede Bewegung, welche die Gesundheit und Wohlfahrt eines Volkes durch Leibesübungen erzielen will, muss auch den Sport in ihr Programm aufnehmen. Wir sehen das schon rein praktisch z. B. daran, dass die der Deutschen Turnerschaft angehörenden Münchener Turnvereine nach langem Kampfe alle möglichen Leibesübungen (BergsteigeOi Schwimmen, Laufen, Fechten, Fussballspielen) neben dem eigentlichen Turnen, dem Gerätüben und den Kraftübungen, in ihr Programm aufgenommen haben. Ich verweise hier auf eine Darstellung von E. v. Schenkendorff, dem ersten Vorsitzenden des Zentral - Ausschusses zur Förderung der Volks- und Jugendspiele in Deutschland (Leipzig, 1901. Ratgeber zur Belebung der körperlichen Spiele). „Für die Schule sind Turnen und Turnspiel, die in der körperlichen Erziehung einander ergänzen, gleichwertig. Für die der Schule Entwachsenen sind Übungen, die in erster Reihe oder hauptsächlich die Kräftigung der Muskeln bezwecken, gewiss nicht bedeutungslos, jedoch haben sicher solche Übungen, die durch tüchtige Anregung und Steigerung der Herz- und Lungentätigkeit und des Stoffwechsels gesundheitsfördernd wirken und dem ermüdeten Gehirn Erholung bringen, einen verhältnismässig höheren Wert." Gestatten mir die Leser vielleicht noch einige Worte aus dem angeführten Büchlein: „Ihr Nutzen wird erst dann vollkommen sein, wenn sie uns aus der staubigen, verdorbenen Luft der geschlossenen Räume ins Freie führen." „Darüber aber kann wohl kein Zweifel bestehen, dass für die bewegungsfrohe und kampfesfreudige erwachsene Jugend es kein schöneres und sicherlich kein nützlicheres Vergnügen und keine bessere Erholung gibt als d»e körperlichen Spiele."

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