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Jüdische Turnzeitung · 1907-03-01 · 3 (3.1907) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Turnzeitung
Volume
8 (1907)
Issue
3 (3.1907)
Date
1907-03-01
Page
[Seite] (sequence 9)
Language
German
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No. 3 39 Aus der Jüdischen Turnerwelt. Berlin. J. T.-V „Bar Kochba". Aus dem 4. Turnlehrerkursus, den unser Hauptturnwart Dr. Richard Blum, in diesem Winter abhielt, ging, unser Vorstandsmitglied Erich Burin als staatlich geprüfter Turnlehrer hervor. Er bestand das Examen mit gutem Erfolge vor der Prüfungskommission der hiesigen Turnlehrerbildungsanstalt. Vivant sequentes! Henry G1 i c e n s t e i n, der berühmte Bildhauer und Schöpfer des »M e ssi as" und des „Bar Ko ch b a", den wesentlich unser Ideal der Veredlung der jüdischen Jugend zur Schaffung eines „Bar Kochba" begeistert hat, machte uns mehrere Klischees zur bildlichen Reproduktion dieser Statue zum Geschenke. Wir geben eins von ihnen in dieser Nummer wieder. Auf den Künstler wie sein Werk kommen wir demnächst noch ausführlich zurück. Köln. Jüdischer Turnverein. Am Montag, den 26. Februar, starb Plötzlich nach einer nur wenige Tage dauernden Krankheit unser liebes und treues Mitglied Georg Bier im Alter von 24 Jahren. Wir betrauern in dem Verstorbenen, der dem Vereine fast von seiner Gründung an angehörte, einen guten Turner und lieben Menschen, der stets und gerne bereit war, für unsern Verein einzutreten. Sein Andenken wird bei uns in Ehren gehalten werden. Posen. Neuer Jadischer Turnverein. Rechenschaftsbericht. Das Jahr 1906 hat den Verein in seinen Bestrebungen ein gutes Stück vorwärts gebracht. Im Mai 1906 ist in einer ausserordentlichen Mitgliederversammlung der Anschluss des Vereins an den Verband „Jüdische Turnerschaft" beschlossen worden. Die Aufnahme unseres Vereins in den Verband ist unmittelbar darauf erfolgt. Damit ist das Ziel erreicht, dem wir lange zugestrebt haben. Wir sind Glied einer grossen Körperschaft geworden, von der wir vielfach Anregung und Belehrung, Hilfe und Förderung erfahren. Zugleich aber hat der Verein sich damit auch auf den jüdischen Standpunkt rechtlich gestellt, den er tatsächlich von Anbeginn an vertreten hat. wir können mit besonderer Freude feststellen, dass diese entschieden Jüdische Stellungnahme uns viele neue Freunde und Gönner gebracht hat, während auf der anderen Seite nur vier Mitglieder den Anschluss an den Verband zur Veranlassung für den Austritt aus dem Verein genommen haben. Dieselbe Mitgliederversammlung hat dem Vereine eine neue Satzung fe^eben, die nicht nur die durch den Anschluss an die „Jüdische Turnerschaft" bedingten Änderungen, sondern auch einige Verbesserungen nach den praktischen Erfahrungen der vergangenen Jahre gebracht hat. Den technischen Bestrebungen des Vereins ist unsere volle Sorgfalt und Arbeit gewidmet worden. Die Mannerriege turnte regelmässig am Mittwoch abend in der Turnhalle der städtischen Knaben-Mittelschule in der Naumannstrasse. Die •Umleitung hatte bis zum 1. Juli Herr Max Mendelsohn, in der zweiten

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