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Jüdische Turnzeitung · 1906-10-01 · 10 (10.1906) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Turnzeitung
Volume
7 (1906)
Issue
10 (10.1906)
Date
1906-10-01
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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168 No. 10 die nach Ihrer Ansicht noch gefährlicher sein muss als die Zionisten? Wir erwarten eine Antwort. Wir werden uns natOrlich nicht nach ihr richten. Denn wir haben vor lange unser Teil erwählt. Wir sind nicht gegen das Kreuz wie Dr. Eller, denn es geht uns nichts an. Aber wir sind für das Mogen-Dowid, trotz aller Rabbiner. Wir wissen, dass alle Frumbkeit des vierfachen F uns gar nichts helfen, es nicht einmal fertig bringen wird, uns vom Geruch des Fremdlingtums zu befreien. Wir danken unseren nur christlich zu denkenden Frisch-Frei-Froh-Frommen für ihre reine Höflichkeit und christliche Nächstenliebe. Wir fallen niemand mit der Tür ins Haus, das „Gastrecht" missachtend, und dünken uns auch nicht Herren und Meister. Wir entbehren auch gern jene leitenden Stellen, die es manchen Rabbinern so angetan haben, und suchen die schöne Harmonie bei uns selbst. Der alte Kampf erscheint uns heut lächerlich. Jeder bleibe für sich und lebe seinem Gefühle. Das christliche verlangt Achtung wie das jüdische. Lassen wir sie ihre Kreuze tragen — wir werden uns nicht daran schlagen lassen. Von keinem Mäding und keinem Vogelsteine. Kreuz oder Mogen-Dowid! Der Stand der Jüdischen Turnbewegung. (Ergänzungen zu unserer Statistik.) Troppau: Turnvereinigung des jüd.-llterar. Vereins. Zu Beginn des Jahres 1902 wurde dieselbe als Sektion des hiesigen, seit Jahren bestehenden jüd.-literar. Vereins ins Leben gerufen. Sie wurde also als kein selbständiger Verein gegründet, um das ohnedies zerfahrene jüdische Vereinsleben nicht noch weiter zu zersplittern, und weil wir Jüdisch Nationalen damals noch eine kleine Minderheit bildeten. Die anfängliche Begeisterung liess aber bald nach, so dass wir nach so manchem Aus- und Eintritt von Mitgliedern gegenwärtig 24 ordentliche vollberechtigte Turner zählen, von denen durschschnittlich 10—14 regelmässig zweimal wöchentlich am Turnplatz erscheinen. Da die Mehrheit derselben in vorgerückten Jahren steht, wird das Hauptgewicht auf Bewegungs- und Feiübungen gelegt, doch traten auch jedesmal 8—10 Turner zu den Gerätübungen an. Trotz aller Bemühungen fehlt es uns an jugendlichem Nachwuchs, da die hierfür in Betracht kommenden jüdischen Handels¬ und Privatangestellten zumeist im sozialdemokratischen Lager stehen. Hingegen erfahren wir seitens der Troppauer in massgebenden, offiziellen und inoffiziellen Kreisen unserer Judengemeinde ein

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