Jüdische Turnzeitung
- Journal
- Jüdische Turnzeitung
- Volume
- 7 (1906)
- Issue
- 10 (10.1906)
- Date
- 1906-10-01
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Südifdie Curnzeifung. monatsrdirift für die körperliche fiebung der Süden Herausgegeben pon der 3üdirdien CurnerfchaB. gj^gahrg, flo. 10. Benin, neufSstr.^b. "Öfctöbw 19Ö6. Nachdruck der nachfolgenden OriginaUnfsltze ut nur mit |»utr Quellenunjibe f «uttet Mitteilung. Mit der Septembernummer sind Redaktion und Geschäftsstelle der „Jüdischen Turnzeitung" in die Hände der Unterzeichneten übergegangen. Alle redaktionellen Zuschriften und Tauschexemplare sind zu adressieren: Dr. Israel Auerbach, Berlin-Halensee, Friedrichsruherstr. 32. Alle Zuschriften für die Geschäftsstelle zu richten an: Emil Bassfreund, Berlin, Neue Königstr. igb. Der Jude am Kreuz. Keine Verwechslung: nicht das Kreuz des Juden von Nazareth, sondern das deutsche Turnerzeichen ist gemeint, das am 3. August sein 60jähriges Jubiläum feiern durfte. Aber es gibt kein Kreuz, das so unschuldig wäre, dass man nicht den Juden daran schlagen könnte. Und so hat auch das „F aus dem F F" diese heilige Mission erfüllen müssen. „Vergesst mir nicht, dass es auch das Christenzeichen ist", Mahnte Heinrich Feising von Darmstadt, als er das Turnerenblem zur allgemeinen Einführung vorschlug. Und seine Jünger vergassen es nicht, bis auf Alfred Mäding aus Leipzig hinunter, der in No. 37 ^er „Deutschen Turnzeitung" echt christlichen, im Sinne von anti- Jüdischen, Gebrauch davon macht, während er über die Entstehung des Turnkreuzes berichtet. Wir setzen seine Worte unverkürzt hierher: „Wie sinnig erdacht und wie herrlich und doch wie schlicht beschrieben hat Feising das Zeichen. Und doch hatte der gute Feising im Advokaten Dr. Eller, der Abgeordneter der Mannheimer Turngemeinde war, einen scharfen Gegner. In höchst leidenschaftlicher Weise trat er Feising mit den Worten gegenüber: „Ich trage auf unbedingte Verwerfung an, unbedingte! Ich bin ein Jude. Die Zeit des Spruches ist längst vorüber. Das Wort „fromm" hatte damals ganz andere Bedeutung als heute; was in einer