Jüdische Turnzeitung
- Journal
- Jüdische Turnzeitung
- Volume
- 7 (1906)
- Issue
- 9 (9.1906)
- Date
- 1906-09-01
- Page
- [Seite] (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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158 No. 9 verdanken diesen schonen Erfolg hauptsächlich der ausdauernden, uneigennützigen Arbeit des Leiters der Zöglingsriege, des Herrn Georg Kayser. Konnten wir in der vorjährigen Generalversammlung über 21 Zöglinge berichten, so sind wir in der angenehmen Lage, für den 1. Januar 1906 46 Zöglinge verzeichnen zu dürfen. Ausserdem sind im Laufe des Berichtsjahres 4 Zöglinge der Männerriege eingereiht worden. Geturnt wurde von den Zöglingen an 43 Abenden, die von 774 jungen Turnern besucht waren- An jeder Stunde haben im Durchschnitt 18 Zöglinge teilgenommen. Auch die im vorigen Jahre gegründete Frauenriege weist einen ganz erheblichen Aufschwung auf. Ihre Mitgliederzahl ist von 60 auf 85 gestiegen. Die bereits im vorigen Jahre geplante Einrichtung eines zweiten Turnabends kam im Juni d. J. zustande, nachdem uns die Turnhalle des Königlichen Friedrich Wilhelm-Gymnasiums für den Donnerstag zur Verfügung gestellt worden war. Der Dienstag Abend steht seit dieser Zeit unter Leitung unseres Turnwartes, Herrn Henry Cohn, und der Donnerstag Abend, der auch gleichzeitig für die Ausbildung von Vorturnerinnen bestimmt ist. steht unter der Leitung unseres Turlehrers, Herrn Henschke. Die Durchschnittsbeteilung an den stattgefundenen 62 Turnabenden war am Dienstag 25 und am Donnerstag 12. Turnermärsche sind von allen Abteilungen des Vereins veranstaltet worden. Sie haben nicht nur gute körperliche Übungen, sondern zugleich auch Verständnis für die Natur und Liebe zu ihr gefördert und dem Verein auch viele neue Freunde erworben. Ziel der Märsche waren: Eichwald, Urbanowo, Kobylepole, Schwersenz, Eduardsinsel bei Santomischel, Kurnik, Unterberg, Moschin und Neuhof. Der Ausflug nach Neuhof, der dieses Mal gemeinsam von allen Abteilungen gemacht wurde bildete wie immer den Glanzpunkt unserer Turnermärsche. Auf dem Gutshofe fand ein gut gelungenes Schauturnen der Männer-, Frauen- und Zöglingsriegen statt. Die Turn spiele, die im Frühjahr und Sommer regelmässig Sonntag nachmittag zwischen 8 und 5 Uhr stattfanden, wurden auf dem uns von der Kommandantur in dankenswerter Weise zur Verfügung gestellten Exerzierplatz hinter dem Livoniusplatz abgehalten.. Es spielten sowohl die Männer- und Zöglingsriege, als auch die Frauenabteilung. Die Beteiligung war, wenn auch keine grosse, so doch eine konstante. Der Pflege der Geselligkeit unter den Mitgliedern wurde auch in diesem Jahre Raum gegeben. Die Männerabteilung fand sich an jedem zweiten Mittwoch im Monat nach der Turnstunde beim Glase Bier zusammen. Hier wurden auch in einem geschäftlichen Teile VereinsangeieÄen" heiten besprochen und Referate gehalten. Auch bei der Frauenriege fand das Beispiel der Männerabteilung Anklang. Unsere Damen haben — wenn auch nicht In regelmässiger Wiederkehr — gesellige Zusammenkünfte eingerichtet, die sich grosser Beliebtheit erfreuen. Am 28. Oktober fand das dritte Stiftungsfest des Vereins unter sehr grosser Beteiligung Von Gästen im grossen Saale des Apollotheaters statt. Das Schauturnen erstreckte sich auf alle Abteilungen des Verel"*' Die Männerriegen turnten am Reck und am Barren, die Zöglingsriege übte