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Jüdische Turnzeitung · 1906-09-01 · 9 (9.1906) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Turnzeitung
Volume
7 (1906)
Issue
9 (9.1906)
Date
1906-09-01
Page
[Seite] (sequence 15)
Language
German
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No. 9 Schwierigkeiten — leider noch zu wünschen übrig lässt. Fast ausnahmslos ist jedoch guter Wille und Arbeitsfreudigkeit vorhanden, so dass der Verein zu den besten Hoffnungen Anlass gibt. Über den Turnbetrieb selbst das nächste Mal, vielleicht ist bis dahin auch die Gründung einer Jugendriege gelungen. Heute soll nur noch erwähnt werden, dass der Verein „Maccabi" während der kurzen Zeit seines Bestehens sich bereits die Sympathie aller hiesigen jüdischen Kreise erworben hat. So sind z. B. die zwei Präsidenten der beiden hiesigen Kultusgemeinden Gönner und Förderer des Vereins. In Summa: Der Verein prosperiert und hat die besten Aussichten für die Zukunft. Posen. Jahresbericht des Neuen Posener Turnvereins (im Verband der Jüdischen Turnerschaft). Das Jahr 1905 WBr für den Verein ein Jahr ruhiger und friedlicher Tätigkeit und Entwickelung. Es war das erste Vereinsjahr, das uns keine Krisen gebracht hat, und in dem wir deshalb den technischen Bestrebungen unseres Vereins unsere ganze Sorgfalt und Arbeit widmen konnten. Es sind deshalb auch Fortschritte erzielt worden, und zwar in allen Abteilungen in Bezug auf turnerische Leistungen, in der Frauenriege und in der Zöglingsriege auch hinsichtlich der Anzahl der Mitglieder. Die Mönnerabteilung hat an Zahl allerdings etwas abgenommen. Die Mitgliederzahl des Vereins am Schlüsse des Jahres 1905 beträgt 150, gegenüber 176 am Schlüsse des Jahres 1904. Es kann jedoch konstatiert werden, dass dieser kleine numerische Rückgang lediglich zufälliger Natur ist. Der Verein, der sich naturgemäss vorwiegend aus jungen Leuten zusammensetzt, ist einer ständigen Fluktuation ausgesetzt. Eine grosse Anzahl unserer Vereinsmitglieder, teilweise unsere treuesten aktiven Turner, ist in letzter Zeit von Posen verzogen. Wir haben im wesentlichsten Wert darauf gelegt, dje Lücken, die dadurch in die Reihen unserer aktiven Turner gekommen s'nd, auszufüllen. Dies ist uns gelungen. Wir können am Schlüsse des Jahres 1905 uns mit einer grösseren Anzahl von Musterturnern und guten Turnern zeigen, als in früheren Jahren. Auf das Werben von passiven Mitgliedern, die lediglich die Kasse gestärkt und die Mitgliederziffer erhöht hätten, haben wir keinen grossen Wert gelegt. DieMönnerriege turnte regelmässig in der Turnhalle der städtischen Knaben-Mittelschule, Naumannstrasse, an zwei Abenden der Woche. Am Montag Abend wurde unter Leitung des Gerätewarts, Herrn Heinrich Doeblin, und am Mittwoch Abend unter Leitung des Turnwarts, Herrn Max Mendelsohn, geturnt. Es fanden am Mitwoch Abend 50 Turnstunden mit einer Beteiligung von 24 Turnern statt. Die Turnstunde am Montag Abend ist nur eingerichtet worden, um den Turnern, die am Mittwoch Abend verhindert sind, Gelegenheit zu Übungen zu geben. Es wurde an 41 Turnten geturnt und zwar mit einer Beteiligung von durchschnittlich 7 Turnern. Die Vorturner stunde, die auch am Montag Abend regelmässig stattfand, und von unserem Turnlehrer, Herrn Henschke, geleitet wurde, fand an 41 Abenden mit einem durchschnittlichen Besuch von 8 Vorturnern statt. Die Zukunft unseres Vereins bildet naturgemäss unsere Zöglingsri6 e. Mit besonderer Freude können wir konstatieren, dass gerade dieser Zvveig unserer Tätigkeit einen lebhaften Aufschwung genommen hat. Wir

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