Mannheim
Compact Memory

Jüdische Turnzeitung · 1906-06-01 · 6 (6.1906) · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Turnzeitung
Volume
7 (1906)
Issue
6 (6.1906)
Date
1906-06-01
Page
[Seite] (sequence 16)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
91% known words query
IRI
…/4921092-5965100-5965244--1612-4924463
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

102 No. 6 Ordentliche Abteilungsversammlungen: I. MSnner-Abteilung: Dienstag, 3. Juli, bei Cohn, Heiligegeiststr. 43. Ii. „ „ Montag, 2. Juli, auf dem Turnsaal. III. „ „ Sonnabend, 7. Juli, bei Rosenberg, Cuxhavenerstr.il- IV. „ „ Donnerstag, 28. Juni, bei Cohn, Heiligegeiststr. 43. I. Frauen-Abteilung: Donnerstag, 28. Juni, auf dem Turnsaal. II. „ „ Montag, 2. Juli, bei Lewinski, Brücken-Allee. III. „ „ Mittwoch 4. Juli, auf dem Turnsaal. Die Hauptversammlung, zu der keine besondere Einladungen ergehen, findet am Montag, den 16. Juli, abends 8% Uhr in Drösels Festsäten, Neue Friedrichstrasse statt. Der Haupt Schriftführer: Erich Burin, Berlin. Bericht Aber die Pflngstfahrt des „Bar Kochba". Am 3. Juni (Pfingstsonntag) früh '/27 Uhr fanden sich, trotz des ungünstigen Wetters, 26 Mann am Stettiner Bahnhof ein; es beteiligten sich besonders die Turner, die bei keiner Turnfahrt fehlen, „und wenn es Steine regnet". Kurz nach 7 Uhr fuhren wir in bester Stimmung ab, und ehe wir noch in Neu-Ruppin aus den vorsintflutlichen Wagen der Kleinbahn stiegen, hatte sich das Wetter einigermassen aufgeklärt. Nachdem wir uns zuerst in Neu- Ruppin etwas von den Strapazen der Eisenbahnfahrt erholt hatten, marschierten wir geschlossen in munterem Tempo auf schöner Strasse über Alt-Ruppin und Molchow nach Steudenitz, wo wir Im Forsthaus am Ufer des Zermutzelsees eine ausgiebige Mittagsrast hielten. Nach Beendigung unterschiedlicher Kahn- und Skat- (! I)*) Partieen brachen wir wieder auf. Wir kamen jetzt auf dem Wege nach Forsthaus Rottstiel durch den schönsten Teil der Ruppiner Schweiz, der wohl alles in den Schatten stellt, was unsere eifrigsten Wanderer an markischen Landschaften gesehen. Zu beiden Seiten des windungsreichen Waldpfades sahen wir romantische Schluchten, deren grösste wir auf einer, durch einen Baumstamm gebildeten, natürlichen Brücke überschritten — unser „Turnvater" möge es uns verzeihen, wir hatten sein vor Jahren an derselben Stelle ergangenes grimmiges Verbot nicht vergessen, aber er mag ruhig sein: mit Ausnahme eines Wanderstabes zerbrachen wir nichts und Hessen uns auch nicht durch die Warnung vor „Schlangen" ins Bockshorn jagen. Nach langer Wanderung, die einige Unentwegte zu ausgiebiger Erörterung gerade „brennender", turnerischer Fragen benutzten, kamen wir an den Tornarsee, wo kurze Baderast gehalten wurde. Endlich trafen wir in Zühlen ein und fanden bald ein vorzügliches Nachtquartier. Nachdem wir uns einigermassen restauriert, war bald eine „bessere" Turnkneipe eröffnet, an der sich einige Herren des Märkischen Touristenvereins „Frohe Wanderer" beteiligten, und bei welcher es selbstverständlich an den gehörigen Reden, „Frisch- Aufs" und „Gut-Heils" nicht fehlte. Dann machten wir es uns unter Zuhilfenahme der von den Bauern der Nachbarschaft freundlichst zur Verfügung gestellten Pferdedecken auf dem Strohlager bequem und fanden auch nach einer Ansprache unseres wackeren Führers Katzky, die an *) A n m. der Red. Ohne dieie scheint c» wohl wirklich nicht mehr gehen zu können! *•

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.