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Jüdische Turnzeitung · 1906-06-01 · 6 (6.1906) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Turnzeitung
Volume
7 (1906)
Issue
6 (6.1906)
Date
1906-06-01
Page
[Seite] (sequence 8)
Language
German
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94 No. 6 mit den turntechnischen Begriffen, den allgemeinen Grundsätzen des Vereinsbetriebs bekannt machen, zur logischen Weiterentwicklung anleiten, speziell aber die Lage und Bedürfnisse jüdischer Vereine berücksichtigen solle, und den Antragsteller zu ersuchen, dem Ausschusse die Disposition eines solchen Leitfadens vorzulegen. Ferner schloss sich die Versammlung den Leichtschen Ausführungen über die Notwendigkeit einer genauen Turnstatistik an und ersuchte den Ausschuss: eine Statistik der „Jüdischen Turnerschaft" in die Wege zu leiten, zu diesem Zweck einen Fragebogen unter Zugrundelegung des von dem Referenten aufgestellten auszuarbeiten und ihn den einzelnen Vereinen so zeitig zur Kenntnis zu bringen, dass mit dem Beginn des Jahres 1907 die Führung der Statistik in allen Vereinen in Angriff genommen werde könne. Im Anschluss hieran gelangte aus Zweckmässigkeitsgründen sodann ein Antrag Dr. Zirker zur Beratung, der dahin ging, von Verbandswegen einen Wanderturnlehrer denjenigen Turnvereinen zur Verfügung zu stellen, die weder einen eigenen ausgebildeten Turnlehrer besitzen noch in der Lage seien, sich einen fremden dauernd zu halten. Der Wanderturnlehrer soll in jedem Verein eine, den lokalen Bedürfnissen entsprechende Frist (4, 6, 8 Wochen) tätig sein, während dieser Zeit durch einen möglichst allabendlich stattfindenden Kursus geeignetes Vorturnermaterial heranbilden, wenn möglich auch den Turnbetrieb des Vereins leiten und verbessern etc. Die Kosten dieser Veranstaltungen seien keine übermässigen und müssten von den Vereinen getragen werden, im Notfalle müsse der Verband zu ihnen beisteuern. Jedenfalls müsse jeder Verein vor Absendung des Lehrers für eine zwar bescheidene, aber angemessene Honorierung desselben genügende Sicherheiten bieten. Nach lebhafter Debatte gelangte der Zirkersche Antrag zur Annahme, jedoch mit dem Zusatz, dass eine gleichzeitige propagandistisch-nationaljüdische Betätigung des Lehrers wünschenswert .sei- Der nächste Punkt der Tagesordnung war die Beratung eines Normalstatuts für jüdische Turnvereine. Der Referent Dr. Werner legte einen gedruckten Entwurf eines solchen Statuts vor, der jedoch, wegen Zeitmangels, nur Gegenstand einer anregungsreichen Generaldebatte wurde. Die Obmannschaft beschloss, den Ausschuss zu beauftragen, auf Grund des vorgelegten Entwurfs und ihrer vi ihm gefassten Beschlüsse und Anregungen die endgültige Fassung des Normalstatuts im Einvernehmen mit Dr, Werner festzustellen.

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