Jüdische Turnzeitung
- Journal
- Jüdische Turnzeitung
- Volume
- 7 (1906)
- Issue
- 5 (5.1906)
- Date
- 1906-05-01
- Page
- [Seite] (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/4921092-5965100-5965243--1589-4924441- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
84 No. 5 einzusehen. Für die zwei- bis dreitägige Tour, die uns durch einen der schönsten Teile Brandenburgs führt (Neuruppln—Rheinsberg—Fürstenberg— Strelitz) wird eine starke Beteiligung der Männer- und Lehrlingsabteilungen, die getrennte Marschroute nehmen, erwartet. — Wir registrieren endlich an dieser Stelle mit herzlichem Dank den uns von der „Alliance israelite Universelle" zu den Kosten unserer II. Männerabteilung bewilligten Zuschuss von 200 Mark. E. B. Konstantinopel. Israelitischer Turnverein. In der am 29. März abgehaltenen Generalversammlung wurde die Neuwahl des Vorstandes für das Vereinsjahr 1906 vorgenommen. Es wurden gewählt zum Präsidenten L. Schönmann. Vizepräsidenten J. Cornfeld, Turnwart A. Ziffer, Kassierer E. Scherler, Sekretär E. Springer, Kontroleur B. Goldstein, Zeugwart O. Schapirer, zu Beisitzern: N. Mechoulam, M. Diamand, H. Popper, H. Breitner und zu Ersatzmännern H. Abraham und J. Blum. Ferner wurde" die Gründung einer Damenabteilung, deren regelmässige Übungen am 23. April begonnen haben, vollzogen. Ausser dieser und der Herrenabteilung hat der Verein eine Jugendriege und einen Fecht- Ring- und Radlerkurses eingerichtet. Aus Priemyslany (Galizien) erhalten wir die Nachricht, dass dort durch die Bemühungen des Herrn Scharfstein ein jüdischer Turnverein gegründet worden ist. Einzelheiten fehlen. Bücherschau. Das Lied der Nachtigall von B u k i b e n J o g 1 i, aus dem Hebräischen Ubersetzt von Josef Meisl. Der Vertag der rührigen Zeitschrift für die zionistisch gesinnte Jugend „Unsere Hoffnung" hat mit dem Spezial-Abdruck ihres Feuilletons „Das Lied der Nachtigall" keinen glänzenden Treffer gemacht. So freudig es zu begrüssen ist, dass in die schläfrige, geist- und säftearme jüdische Litteratur des Westens der Strom ostjüdischer Dichtung durch Übersetzungen geleitet wird, so Uberaus bedeutungsvoll es ist, insbesondere die Schöpfungen unserer klassischen Nationalsprache ihren Liebhabern und Verächtern aui solchem Wege näher zu bringen — so wenig hat das Halb- und y8"^' schlechte, das dabei mitunterlaufen will, Anspruch auf Schonung und Beschönigung. Es ist daher jüdische Kulturpfllcht, eine Erscheinung wie die vorliegende glatt abzulehnen. Das Buch ist aus guter Absicht hervorgegangen, es will die Notwendigkeit der Rückkehr unseres Volkes zur Bodenkultur auf dem Boden unserer Väter predigen. Aber ist schon an und für sich selbst die beste Tendenz die schlechteste Empfehlung für den künstlerischen Wert einer Dichtung, so ist eine schlechte poetische of" handlung der Sache dem ganzen Werke verhängnisvoll. Dieser rB" Ü6£t vor* Ein Knabe, der zur „Leuchte in Israel" ausersehen ist, AelhtlY?nn früher Jugend an ganz andere Wege. Ihn zieht in allen heiligen Bücner». die er mit so viel Geist studiert, nur dasjenige an, was auf Palästina un« die Bebauung seines Bodens hindeutet. Eine leidenschaftliche Liebe zu« Natur verschärft die so eigentümlich geartete, der Umgebung als Wann»"' erscheinende Geistesrichtung. Ein goldiger Tag. verlebt Im Walde, um«' Wipfelrauschen und Nachtigallenschlag bringt das Schwärmen des ^naw zur Reife, macht seinen Traum zur bewussten Tat Er en,J"enoMgr. Jeschiwah, um seinem Ideale zu leben, und kehrt nach Jahren als wen