Jüdische Turnzeitung
- Journal
- Jüdische Turnzeitung
- Volume
- 7 (1906)
- Issue
- 5 (5.1906)
- Date
- 1906-05-01
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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No. 5 75 noch kaum gesprochen werden kann. Der Grund ist aber lediglich darin zu suchen, dass eine Konstituierung der Obmannschaft bisher nur auf schriftlichem Wege erfolgen, und dass ein ausführliches Tätigkeits-Programm für die Obmannschaft mangels eines Zusammentrittes derselben nicht aufgestellt werden konnte. Gerade hierin aber soll die erste Tagung Wandel schaffen, und wird wohl der eigentliche Bestand dieser Organisation erst vom Zeitpunkte ihrer ersten Tagung zu zählen sein. Bisher konnte nur der Verbandsausschuss seine Berichte an die Mitglieder der Obmannschaft versenden und dadurch eine regere Verbindung zwischen dem Ausschusse der Jüdischen Turnerschaft und den Verbandsvereinen herstellen. Es ist mir nicht bekannt, dass seitens der Mitglieder der Obmannschaft auf diese Mitteilungen des Verbandes im wesentlichen reagiert wurde, und ob Anregungen seitens der Mitglieder der Ob- Mannschaft an den Ausschuss gelangt sind. Ich selbst, als der Vorsitzende der Obmannschaft, stand wohl die ganze Zeit hindurch mit dem Ausschusse in reger Verbindung, doch kann dies allein selbstverständlich nicht der Zweck dieser neuen Institution sein, sondern nur den Ausgangspunkt für weitere Aktionen der Obmannschaft bilden. Die "Wege, die in dieser Richtung einzuschlagen wären, wird der Obmannschaftstag in erster Linie festzustellen haben, und erst dann wird diese neue Institution ihrem Zwecke voll entsprechen können. Es wird also ein Arbeitsplan diskuttiert werden Füssen, der in Hinkunft für alle Mitglieder der Obmannschaft Richtung gebend und bindend sein muss. Ausserdem wird die Tagung dem Verbandsausschusse der Jüdischen Turnerschaft Gelegenheit bieten, ausführlichen Bericht über seine Tätigkeit im abgelaufenen Jahre zu erstatten, und hieran werden sich die Berichte der Obmänner der einzelnen Vereine anschliessen, So dass die Teilnehmer in der Lage sein werden, eine Übersicht über die Gesamttätigkeit der Jüdischen Turnerschaft zu gewinnen. Sodann werden die weiteren Schritte im Interesse des Ausbaues unserer Organisation und der Förderung unserer Bestrebungen zu traten sein. Ein wesentliches Moment dieser Beratungen, wenn auch scheinbar nur formaler Natur, wird die Schaffung eines für alle Verbandsvereine im wesentlichen gemeinsamen Statuts bilden, das zugleich neuen Verbandsvereinen die Basis für ihre Entwicklung abgeben soll. Wer einigennassen in der Vereinstätigkeit erfahren ist, weiss, dass die Statuten eines Vereines nicht lediglich Formsache sin<J,