Jüdische Turnzeitung
- Journal
- Jüdische Turnzeitung
- Volume
- 7 (1906)
- Issue
- 4 (4.1906)
- Date
- 1906-04-01
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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3üdifche Uumzeifung. IllonatsrdirÜt für dfe körperliche fiebung der Süden Herausgegeben pon der Südifdien Curnerfäiaft. ^jQhrg. Ilo. 4. eharlottenburgTüeibnlzFfr. 86. Apr» 1906. N»chdruck der nachfolgenden Origioalanfsltze w nur mit fearaar Quellenangabe gestattet. Das Stettiner Schauturnen. Die besonderen Verhältnisse der Jüdischen Turnerschaft bringen es mit sich, dass die gemeinsamen turnerischen Veranstaltungen der Verbandsvereine ihren eigenartigen Charakter tragen. Es ist uns bei der immer noch geringen Zahl jüdischer Turnvereine nicht möglich, regelmässige Gauveranstaltungen zu unternehmen, und wir müssen es uns auch versagen, in kürzeren Zeitabständen Turner vieler Vereine zu gemeinsamer Tätigkeit zu versammeln, weil dies wegen der weiten Entfernungen zwischen den einzelnen Gliedern unseres Bundes nur mit unverhältnismässig grossen Kosten zu erreichen wäre. Ein unmittelbares Zusammenwirken verschiedener Vereine wird für uns immer nur dort durchführbar sein, wo es durch örtliche Nachbarschaft erleichtert wird. Dann aber wird es die Opferwilligkeit der beteiligten Vereine und ihrer Mitglieder ermöglichen, dass nicht nur eine geringe Zahl von Auserwählten, sondern ein erheblicher T e 11 eines Vereins den benachbarten Bruderverein besucht. Ein vorbildliches Beispiel derartiger gemeinsamer Arbeit haben der »Bar Kochba"—Berlin und der Jüdische Turnverein zu Stettin durch lnr gemeinschaftliches Schauturnen in Stettin gegeben. Wir glauben, dass die Nachahmung dieses Beispiels für diejenigen von unseren Vereinen, denen es ähnliche nachbarliche Verhältnisse gestatten, von grossem Nutzen sein wird. Die Vorteile hegen auf beiden Seiten. Dem Verein, der den Besuch empfängt, wird durch die Möglichkeit der Vorführung einer grösseren turnerischen Veranstaltung als er sie seinen Gästen sonst bieten kann, Gelegenheit zu einer wirkungsvollen Propaganda gegeben, h beiden Vereinen wird das Interesse an der Vereinsarbeit stark erhöht, insbesondere auch bei dem besuchenden. Es findet sich immer eine ziemlich grosse Anzahl von Leuten, die für eine solche