Mannheim
Compact Memory

Jüdische Turnzeitung · 1905-11-01 · 11 (11.1905) · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Turnzeitung
Volume
6 (1905)
Issue
11 (11.1905)
Date
1905-11-01
Page
[Seite] (sequence 15)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
98% known words query
IRI
…/4921092-5965098-5965235--1451-4924310
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

No. 11 213 Erklärung. Mähr. Ostrau. Herr Prof. Frankl ersucht uns um Aufnahme folgender Notiz. Löbliche Redaktion! Da einzelne Mitglieder unseres Vereins die Äusserungen, die ich am II. Turntage anlässlich der Debatte über die Stellung des Verbandes zu anderen Turnverbänden getan habe, auf sich beziehen, so will ich hier ausdrücklich feststellen, dass ich Mitglieder des jüdischen Turnvereins mit meinen Ausführungen nicht gemeint habe. Hochachtend mit jüdischem Turnergruss Ihr Oskar Frankl. Anmerkung der Redaktion. Wir haben selbstverständlich dem Wunsche des geehrten Herrn Einsenders entsprechend die vorstehende Erklärung veröffentlicht. Geradezu unverstandlich ist es uns aber, dass es Mitglieder eines jüdischen Turnvereins gibt, die die Aeusserungen des Herrn Prof. Frankl auf dem II. jüdischen Turntage (siehe S. 117 des Mai, Juni-Heftes 1905 der JUd..T.-Z!g.), auf sich beziehen können, da die dortigen Ausführungen Uber das Verhalten gewisser Juden doch offenbar nur gegen grundsätzliche Gegner der jüdischen Turnsache gerichtet waren. Wir hoffen, dass etwaige Missverständnisse durch die Erklärung aus der Welt geschafft sind. Vermischtes. Dr. Heinrich Meyer Cohn hat seine persönliche Anteilnahme an unseren Bestrebungen zur körperlichen Hebung der Juden durch Rat und Tat erwiesen. Bekannt ist, dass er „Förderer der Jüdischen Turnerschaft" geworden ist. Der nachfolgende Brief, den der Justizrat gelegentlich der Tagung des 2. Jüdischen Turntages an dessen Vorsitzenden richtete, zeigt, dass er uns auch aus dem reichen Schatze seiner Erfahrung mit sachkundigen Ratschlagen unterstützte: Dr. Heinrich Meyer Cohn. Berlin W., 22. April 1905. Unter den Linden II. Sehr verehrter Herr Doktor! In der öffentlichen Versammlung am 24. April soll, wie ich gesehen habe, ein Vortrag über die körperliche Hebung der Juden gehalten werden. Der Vortragende ist nicht angegeben, so dass ich Ihre freundliche Vermittlung in Anspruch nehme, um dem Vortragenden ans Herz zu legen, in seinem Vortrage die Vermeidung des Tabaks nicht zu vergessen. Aus einer sehr genauen Beobachtung kann ich feststellen, dass viel/eicht der Tabak in der jüdischen Bevölkerung keinen geringeren Schaden süßet, als der Alkohol in der christlichen. Ich habe namentlich feststellen

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.