Jüdische Turnzeitung
- Journal
- Jüdische Turnzeitung
- Volume
- 6 (1905)
- Issue
- 10 (10.1905)
- Date
- 1905-10-01
- Page
- [Seite] (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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194 No. 10 Aus der Jüdischen Turnerwelt. An die vrtlirti Vereinsvontände. £sr£ die Vereinstätigkeit gesandt haben, richten wir die dringende Bitte, die regelmässige Berichterstattung wieder aufzunehmen. Regelmässige Vereinsberichte sind das beste Mittel, das gegenseitige Interesse unter den Brudervereinen wach zu erhalten. Die Redaktion. Berlin. J. T. - V. „Bar Kochba". Ein gemeinschaftliches Schauturnen der II. Frauen- und III. Männer-Abteilung fand am Sonntag, den 29. Oktober, in Ihrer Turnhalle am Schleswiger Ufer 14 statt. — Nach langen Bemühungen ist es endlich gelungen, für die noch immer geschlossene Turnhalle in der Grossen Hamburgerstrasse passenden Ersatz zu finden. Die I. Männer-Abt. turnt seit dem 3. Oktober am Dienstag und Sonnabend Abend in der Auguststr. 67/68. Am ersten Abend vereinigte eine gemütliche Kneipe nach dem Turnen eine grosse Anzahl unserer Mitglieder. Die I. Frauen-Abt. hat den einen Abend vertauscht und turnt jetzt Montags. — Ferner hat der Vorstand der jüdischen Gemeinde, dem wir auch an dieser Stelle den wärmsten Dank für sein freundliches Entgegenkommen aussprechen, die Halle in der Kaiserstr. 29/30 für einen Abend in der Woche bewilligt. Dort turnt die II. Mflnner-Abt. unter Leitung der Herren Georg Jacks als I. und Gustav Ehrenberg als II. Turnwarts. — Am 24. September fand auf dem Spielplatz in Reinickendorf ein Barlauf Wettspielen statt. — Der Vorstand hat Herrn Erich Burin, Krefelderstr. 5 als II. Schriftführer kooptiert. — Ausser den in der vorigen Nummer genannten Mitgliedern sind noch Dr. Elias Auerbach in München und Martin Semmel in Königsberg beim Militär eingetreten. — Am Sonntag, den 19. November nachmittags 5 Uhr spricht Herr Dr. jur. Walter Kluge über „Religiöse Strömungen der Gegenwart" im Restaurant Lewin, Neue Schönhauserstrasse 10. Das Nationaljüdische Komitee bittet Vereinsmitglieder und Freunde, die bereit sind, bei geselligen Zusammenkünften belehrende Vorträge zu übernehmen, ihre Adresse dem Vbrdr. G. Wolff, Marsiliusstresse 23 I. aufzugeben. Stettin. Jüdischer Turnverein. Am 20. Thamuz (27. Juli), dem Todestage Herzls, versammelte sich der hiesige Jüdische Turnverein zu einer Gedenkfeier. Den Prolog, gedichtet von Herrn stud. phll. Kurt Freyer, sprach Herr Erich Freyer, der auch die Festrede hielt. Herr F. wies auf die gemeinsamen Bande hin, die uns jüdische Turner mit Herzl verknüpften, und feierte Herzl als den Wiedererwecker des jüdischen Selbstbewusstseins und Stammesstolzes. Den Schluss der Feier bildeten Rezitationen, die von Herrn Fritz Greifenhagen vorzüglich vorgetragen wurden. Am 13. 8. er. veranstaltete der Turnverein eine Turnfahrt nach Messenthin, die sehr gut verlief. Einige Teilnehmer schienen der Ansicht zu sein, dass Turnvereine nur Vergnügungsvereine sind. Von einer straffen Disziplin auf der Turnfahrt wollten sie nichts wissen. Sie wurden aber hinreichend eines Besseren belehrt. Am 10. 9. machten wir ebenfalls eine Turnfahrt und zwar nach