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Jüdische Turnzeitung · 1905-07-01 · 7 (7.1905) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Turnzeitung
Volume
6 (1905)
Issue
7 (7.1905)
Date
1905-07-01
Page
[Seite] (sequence 13)
Language
German
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No. 7 143 Nieder mit dem Wesen der nationaljüdischen Bewegung bekannt zu machen. Am 11. Mai fand ein Vortragsabend statt, zu dem Herr Michel das Referat übernommen hatte und Herr Greifenhagen jungjüdische Gedichte vortrug. Es sind auch zwei Ausflüge, darunter ein Nachtausflug unternommen worden. Unsere Mitgliederzahl beträgt zur Zeit nur 21. Eine Anzahl weiterer Mitglieder, die wir hatten, haben es leider über sich vermocht, wegen geringer Differenzen persönlicher Natur auszutreten. Die Generalversammlung beschloss mit den Vorarbeiten zur Gründung einer Damenr'ege zu beginnen. Wir versprechen uns hierdurch nicht nur einen grösseren Zuwachs an Mitgliedern, sondern glauben auch, dass von den Damen mehr Propaganda für den Verein gemacht werden wird. Eine Reihe anderer Anregungen wurden zum Teil in recht lebhafter Diskussion erörtert und wir konnten auseinandergehen in der Zuversicht, unsern Turnverein und damit die jüdisch - nationale Idee in Stettin befestigen 2u können. London. Wir haben schon mehrfach Gelegenheit gehabt, über die Jewish lads Brigades in England zu berichten, die dort ähnliche Ziele wie wir verfolgen. Herrn Dr. Waldmann-Lemberg verdanken wir die Mitteilung, dass in London noch andere jüdische Institutionen ähnlicher Art bestehen. Die Jewish Athletic Association ist eine Vereinigung von sechs jüdischen Jünglingsklubs für gemeinsamen Betrieb des Freiluftsports. Den Turnbetrieb pflegt jeder dieser Klubs für sich besonders als Teil der Klubaufgaben. Sie gehören sämtlich der englischen interkonfessionellen »Föderation of working boys clubs" an, die den Turnbetrieb durch Veranstaltung von Wetturnen pflegt, wobei die jüdischen Klubs die meisten Preise gewinnen. Wir hoffen demnächst unseren Lesern über diese Organisationen eingehend berichten zu können. Bücher- und Zeitungsschau. 0»kar Frankl. Der Jude in den deutschen Dichtungen des 15., 16. und 17. Jahrhunderts. "~ Friedrich Schiller In seinen Beziehungen zu den Juden und zum Judentum. R. Papauschek, M.-Ostrau, Robert Hoffmann, Leipzig 1905. Zwei Uberaus fleissige Arbeiten unseres Freundes Frankl in Graz, dje niemand aus der Hand legen wird, ohne aus dem reichlich darin niedergelegten Material eine Fülle von Belehrung und Anregung geschöpft zu haben. In der ersten Schrift, die von der philosophischen Fakultät der Wiener Universität als Doktor-Dissertation approbiert worden ist, sind in Angehender Welse die Werke von etwa vierzig Schriftstellern neben zahlreichen Schriften unbekannter Autoren in Bezug auf ihre Stellung zu Juden und Judentum erörtert. Die vier Kapitel: 1. Diskussion über das Judentum, Judenfrage, 2. Verspottung und Schmähung der Juden und des Judentums, 3- Der Jude als Wucherer, 4. Der Jude als Hostienschänder und Kinder- Mörder. Judenvertreibung, in die der Verfasser seinen Stoff gegliedert hat, fceben einen Begriff von der Art, in der er seine Aufgabe aufgefasst hat. Er hat es dadurch verstanden, seiner Arbeit weit über den fachwissen-

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