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Jüdische Turnzeitung · 1905-04-01 · 4 (4.1905) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Turnzeitung
Volume
6 (1905)
Issue
4 (4.1905)
Date
1905-04-01
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German
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No. 4 61 Nachmittagssitzung: 4 Uhr. a) Die Stellung der „Jüdischen Turnerschaft" zu den anderen Turnverbänden. Referent: Herr Theobald Scholem-Berlin. b) Turnbetrieb in den jüdischen Turnvereinen. Referent: Herr Turnlehrer Rudolf Pollak-Wien. Anträge. Neuwahlen. Montag, den 24. April, abends 9 Uhr: Grosse öffentliche Versammlung. Der Ausschuss der Jüdischen Turnerschaft. Die jüdischen Turnvereine zu Graz und Lemberg sind dem jüdischen Turnverbande beigetreten. Der Ausschuss der jüdischen Turnerschaft Die Hygiene der Atmung im Turnsaal. Von Dr. Hans Mühsam. In der Hygiene des Turnens spielt die Lehre von der Atmung eine sehr wichtige Rolle. Ich möchte mir deshalb erlauben, auf einige der wichtigsten Punkte dieser Lehre und ihre praktischen Konsequenzen hinzuweisen. Unter Atmung verstehen wir das periodische Anfällen der Lungen mit Luft und ihre Entleerung. Die Einatmung geschieht durch willkürliche Erweiterung des Brustkastens (in Länge, Weite und Tiefe), wodurch die Luft von selbst einströmt, die Ausatmung hauptsächlich durch das elastische Zurückschnellen der bei der Einatmung gedehnten Brustwandungen. Beide Akte — Ein- und Ausatmung — gehen für gewöhnlich unwillkürlich von statten; doch haben wir die Fähigkeit, sie unserem Willen gemäß zu verändern. Zweck der Atmung ist, dem Körper den Sauerstoff der Luft ^zuführen, den er zum Leben braucht, und die Kohlensäure als Verbrauchsprodukt aus dem Körper fortzuschaffen. Um in die Lungen zu gelangen, muß der Luftstrom zunächst die Nase passieren. Die Nase ist ein mit sogenannter Schleimhaut ausgekleideter Hohlraum, der durch zahlreiche und mannigfach gekrümmte Vorsprünge labyrintartig verzweigt ist. Wie ihr Name besa8t, ist die Schleimhaut eine Haut, welche an ihrer Oberfläche m>t einer dünnen Schleimschicht bedeckt ist; normalerweise ist sie

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