Jüdische Turnzeitung
- Journal
- Jüdische Turnzeitung
- Volume
- 6 (1905)
- Issue
- 2/3 (2.1905)
- Date
- 1905-02-01
- Page
- [Seite] (sequence 33)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/4921092-5965098-5965222--1250-4924116- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
No. 2 3 47 bedeutenden Aufschwung; die Besuchsziffer ist gegen das Vorjahr um 600 Turner bei der gleichen Anzahl von Abenden gestiegen. Der Turnbesuch ist in nachfolgender Statistik zusammengefaßt: März an 8 Abenden 152 Turner April „ 7 136 „ Mai „ 8 „ 141 „ Juni „ 8 „ 149 „ Juli „ 8 „ 176 „ August „ 12 „ 312 „ September „6 „ III „ Oktober „ 6 „ 146 „ November „ 9 „ 167 ., Dezember „ 8 „ 200 „ Januar „ 10 „ 263 „ Februar ,, 14 „ 431 „ Zusammen an 104 Abenden 2384 Turner d. h. im Durchschnitt 24. Der überaus starke Turnbesuch in den Monaten August und Februar ist durch die beiden Schauturnen erklärlich. Unter der Leitung des Turn- Wartes wurden seit dem Monate Oktober Vorturnerstunden abgehalten, die v°n neun Mitgliedern besucht wurden. Der Bericht des Kassierers Herrn Leo Ballek war weniger günstig, uurch die Uebersiedlung des Vereins in das neue Turnlokal sah sich der Hirnrat genötigt, Geräte anzuschaffen, die dem Verein große Opfer kosteten, und es ist nur dem besonderen Entgegenkommen des Ausschusses der Judischen Turnerschaft zu danken, wenn der Bericht mit keinem Defizit abschließt. Die Berichte der einzelnen Funktionäre wurden von der Versammlung genehmigt und dem abtretenden Turnrate der Dank ausgesprochen. Hierauf wurden die Wahlen in den neuen Turnrat vorgenommen. Wiedergewählt wurden Herr Fritz Low zum Obmann, Herr Dr. Heinrich Lasus zu dessen Stellvertreter, Herr Hugo Hönig zum Turnwart, ferner die Herren Leo Ballek, HuS*aV| Kaufmann un" Hugo Kaufmann. Neugewählt wurde Herr Emil Nachdem noch die Versammlung sich im Prinzipe für die Entsendung einer Delegation zu dem am 23. und 24. April in Berlin tagenden Turntag Ger jüdischen Turnvereine entschied, schloß der Obmann Herr Fritz Low um ' u2 Uhr nachts die Versammlung. J. N. Bücherschau. B. AI. Lilien, Ein Beitrag zur Geschichte der zeichnenden dunste von Dr. Edgar Alfred Regener. F. A. Lattmanns Verlag,?{"''n Ooslar, Leipzig. E. M. Liliens Name steht unter den eichnenden Künstlern der Oegenwart mit an erster Stelle. Lilien hat cn in seinen Arbeiten, die der Ausstellung des mit so uneingeschränkter nerkennung aufgenommenen Judabuches von Börries, Freiherrn von Münchausen, der Rosenfeldschen „Lieder des Ghetto", der „Gesänge von bart IC'v d'Annunzio" galten, als ein Meister der Schwarzweißtechnik offenda ri ^acndem 'm vergangenen Jahre ein Sammelwerk erschienen ist, ein" t n verstreuten Buchschmuck des Künstlers zum ersten Male very"!^ darbot, schien es an der Zeit, E. M. Lilien bei seinem Wollen m en emer besonderen Monographie zu behandeln. We!<• n c'ar' won' sagen, daß es dem Verfasser des vorliegenden ,„ es gelungen ist, ein einheitliches Bild von dem Künstlertum Liliens« zu entwerfen K Die Inhaltsangabe läßt das Wesen der Monographie erkennen: Ks« Iit Von jüdischer Art und Kunst. Kap, II. Lehrjahre des Lebens. u£" Uj Das ß"cn Juda- Kap. IV. Zionistenstolz und Sehnsucht. Kap. V. ru. Ldes Ghetto. Kap. VI. Tagesarbeit. Kap. VII. Exlibris. Kap. VIII. Kunstler und sein Werk. Kap. IX. Hoffnungen.