Jüdische Turnzeitung
- Journal
- Jüdische Turnzeitung
- Volume
- 6 (1905)
- Issue
- 2/3 (2.1905)
- Date
- 1905-02-01
- Page
- [Seite] (sequence 32)
- Language
- German
- Belongs to
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46 No. 2/8 München von 1860 Herr Dr. Uhl sprach sich höchst befriedigend aus und hob besonders hervor, welche Fortschritte unser Verein seit dem vorigen Jahre in der Disziplin gemacht hat. Zum Schluß führten 8 Damen einen graziösen Schleiertanz auf, welcher sehr zum Gelingen des Festes beitrug. Auch an dieser Stelle sprechen wir den Damen unseren herzlichsten Dank aus und hoffen, sie bald als unsere Turnschwestern begrüßen zu können. Hierauf trat der Tanz in seine Rechte, welcher uns mit unseren Gästen bis zum frühen Morgen vereinte. Während des Tanzes hatten wir noch das Vergnügen, den Vorsitzenden des Bar Kochba-Berlin, Herrn Dr. Julius Moses begrüßen zu können, welcher von Augsburg eigens zu unserem Feste gekommen war. Wir haben eine wohlgelungene Veranstaltung zu verzeichnen, deren ideeller Erfolg nicht ausbleiben wird. A, L. Wien. Turnverein „Zlon". In der Generalversammlung am 19. Februar wurden in den Vorstand des Vereins gewählt: Obmann: Dr. Isidor Margulies, Hof- und Gerichtsadvokat. Obmannstellvertr.: Leik. I. Kassierer: Siegfried Wollner. II. Kassierer: R. Mandelbaum. I. Schriftführer: Techn. Alfred Bonhardi. II. Schriftführer: Techn. Ichau Jenö Klein. Turnwart: Schüßler. Materialverwalter: Techn. Wilh. Alt. Materialverwalterin: Fräulein Abeles. Beiräte: Erwin Freund, J. Herzog, Hugo Königsberg. Stettin. Jüdischer Turnverein. Der letzten Notiz über unseren Verein, die wir im Augustheft vorg. Jahres veröffentlichten, können wir nunmehr eine hoffnungsvollere folgen lassen. Die pekuniären Verhältnisse unseres Vereins haben sich zu unserer großen Freude gebessert, dte Mitgliederzahl ist auf 25 gestiegen und das turnerische und geistige Interesse an unserer Sache ist gewachsen. Die regelmäßig stattfindenden Turnstunden erfreuten sich im Winter eines guten Besuchs, und zu den sechs Rezitations- und Vortragsabenden, die wir abhielten, fanden sich stets eine stattliche Anzahl junger Leute ein. So können wir denrt der Zukunft mutvoller entgegensehen, zumal, da die in der ordentlichen Generalversammlung am 2. d. M. vorgenommene Neuwahl des Vorstandes ein für unseren Verein erfreuliches Ergebnis gefunden hat. In den Vorstand wurden gewählt, die Herren: Kochmann I. Vors., Michel II. Vors.? Freyer, Königstor I. Schriftf., Goldmann Kassierer und Hammerstein Turnwart. E. Fr. Prossnitz. Jüdischer Turnverein. Am 23. Februar fand die Generalversammlung unseres Vereins unter dem Vorsitz« des Obmannes Herrn Friedrich Low statt. Welch reges Interesse die Mitglieder für den Verein hegen, beweist der Umstand, daß von den 56 Ausübenden 52 zur Versammlung erschienen waren und den regsten Anteil an den Verhandlungen nahmen. Der Vorsitzende gedachte des verstorbenen Führers Dr. Theodor Herzl, dem er einen Nachruf widmete. Nachdem das Protokoll der letzten Generalversammlung genehmigt worden war, verlas Herr Hugo Kaufmanrj den Rechenschaftsbericht, der sehr erfreuliche Daten brachte. Der Bericnt wurde beifällig aufgenommen und auf Antrag des Obmannes dem Ausschusse der Jüdischen turnerschaft für dessen freundliches Entgegenkommen der Dank ausgesprochen. Sehr erfreulich war der Bericht unseres strammen Turnwarts, Herrn Hugo Hönig, der gemeinsam mit den Herren Oustav Kaufmann und Emil Busserl, die turnerische Tätigkeit leitete. Diesem Berichte entnehmen wir, daß sich die Zahl der ausübenden Mitglieder ita ao; gelaufenen Vereinsjahr wesentlich vergrößerte. Es ist uns gelungen, zw« Schauturnen zu veranstalten, deren letztes besonders gut ausgefallen »l; Der Turnbesuch weist die stattliche Anzahl von 2384 Turnern an Abenden auf, was einem Durchschnitt von 24 Turnern pro Abend entspricn, ■ doch waren auch zuweilen 80 Prozent der Mitglieder am Turnplatze erschienen. Bis zum 13. Oktober 1904 wurde im Turnlokale der deutscneri Knabenvolksschule geturnt, von da ab bezogen wir den Turnsaal der 'sr**. tischen Volksschule, welcher uns durch die Munifizenz der Kultusgemeinu zur Verfügung gestellt wurde. Hier nahm das turnerische Leben e»c