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Jüdische Turnzeitung · 1905-01-01 · 1 (1.1905) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Turnzeitung
Volume
6 (1905)
Issue
1 (1.1905)
Date
1905-01-01
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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Jüdische turnzeitung. {Donatsscfcrift für die körperliche Hebung der Juden. Herausgegeben von der JSdifeben Tnroerscbaft. Redaktion: Dr. AS, Zirker. V'. Jahr* No I awewtrtotwi.! lanuar IQOS aa-J^*' n0' Charlottenburg, Herderstr. 3/4. Januar^vua. U*^fuck1 der nachfolgenden Originalauflätze •>ur mit genauer Quellenangabe gestattet. Die Orgranisations- und Finanzfrage der Jüdischen Turnerschaft. Die scharfe und freimütige Kritik, die die Herren Dr. Ludwig Werner-Wien und Julius Berger-Köln an der bisherigen Tätigkeit und den Aufgaben unseres Verbandes geübt haben, kann schon deswegen des Beifalles aller Freunde unserer Idee sicher sein, weil nichts so sehr die Arbeit und den Fortschritt einer Bewegung hemmt, wie übertriebene Zufriedenheit und rücksichtslose Schönfärberei. Herr Dr. Werner sowohl wie Herr Berger haben mit ihren Ausführungen der Sache selber gedient, sie haben mit ihrer Unzufriedenheit und <nit 'hrer Rüge der vorhandenen Mißstände vielen von uns, und am meisten wohl dem Verbandsvorstande, dem .„Ausschusse", aus dem Herzen gesprochen. Auch die „Jüdische Turnzeitung" ist bemüht gewesen, stets das Relative unserer Erfolge zu betonen, und hat oft, meist freilich nur fischen den Zeilen zu verstehen gegeben, daß der erreichte Erfolg nicht dem erwarteten entsprach. Wenn wir auch stets freudig hervorgehoben haben, daß erst seit Gründung der »Jüdischen Turnerschaft" unsere Bewegung ein maßgebender Faktor in der Judenfrage geworden ist; daß es erst der Tätigkeit des „Ausschusses" gelang, das Augenmerk der politischen Welt auf uns zu lenken; daß die Existenz des Verbandes den Zusammenhang zwischen den einzelnen Vereinen inniger als vordem gestaltete; daß in dem Verband eine Zentralstelle geschaffen wurde, die den Vereinen wie auch den einzelnen Vereinsmitgliedern oftmals tatsächlich einen mehr als bloß moralischen Rückhalt gewährte, so sind das immerhin Erfolge, und Erfolge, mit denen sich ein bescheidenerer Verband als der unserige wohl zufrieden geben konnte, die aber zweifellos weit hinter den Wünschen zurückblieben, welche uns bei der Qründung des Verbandes vorgeschwebt hatten. Wen aber trifft die Schuld? Den „Ausschuß" sicherlich nicht, denn er hat sich redlich Mühe gegeben, die Verbandsmaschine jnkräftige Bewegung zu bringen. Auch nicht die angebliche Unklarheit unserer Tendenz, wie Herr Dr. Werner annimmt, denn unsere Richtung ist durch den Leitsatz unseres Verbandsstatuts genau gekenn-

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