Mannheim
Compact Memory

Jüdische Turnzeitung · 1904-12-01 · 12 (12.1904) · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Turnzeitung
Volume
5 (1904)
Issue
12 (12.1904)
Date
1904-12-01
Page
[Seite] (sequence 21)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
87% known words query
IRI
…/4921092-5965092-5965217--1174-4924044
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Np. 12 227 Füssen für Finte (auch nicht deutsch), Croupensprtinge für Hintersprünge etc. Um nun einen besseren Lehrgang im Schwingen zu bearbeiten und die Fremdwörter durch deutsche Kunstausdrücke zu ersetzen, versammelten sich an mehreren Mitwochabenden die besten Schwinger in Friesen's "Wohnung. Die Schwingschule, wie sie in Jahn's erstem Turnbuche steht, stammt mit den Vorübungen, die allerdings bei den versteiften jungen Leuten sehr nötig schienen, um sie bei den weiten Sprüngen vor Unfall zu bewahren — die Schwingschule, sage ich, stammt fast ganz aus jener Zeit und ist zum grossen Teil das Werk Friesen's. Sehr hübsch war es, wie dieser bescheidene Mann uns Schwingern immer das erste und das letzte entscheidende Wort Hess, wie er Vorschläge machte, Einwände hörte und in den feinsten Formen zurückwies und zuletzt doch immer seine Vorschlage angenommen sah. „ Den ganzen Herbst hindurch hatte man noch bei Plamann's Abends beim Lampenschein geschwungen. Jetzt, da der weite Weg beschwerlich und das alte Pferd sehr wacklig wurde, Hessen Pischon, Schlüsser und Gustav Benecke (ein Kaufmann, nicht zu verwechseln mit dem Philosophen, der auch ein eifriger Turner war) in einem schwarzen, mit der Inschrift „Handle und Schweige" versehenen Futter eine Aufforderung zu Beiträgen für Anschaffung eines Schwingpferdes ergehen. Es kamen gegen 100 Thaler zusammen, von denen man 90 Thaler — eine ziemlich starke Summe — für das Schwingpferd, das schmiedeeiserne SteUfüsse hatte, verausgabte. Dazu miethete man aufs Neue den Verona'schen Saal und führte Jahn, der von alledem nichts erfahren hatte, am Christabend in den hellerleuchteten Saal, wo eine Menge Fechterpaare, leider nur durch Scheingefechte, ihn bewillkommneten. --Das neue Jahr rief alle wahrhaften Turner aus dem Turnsaale zum Streit und bettete Pischon und Zenker, welche Jahn Meister der Kunst nannte, und das nachfolgende auch den ritterlichen Friesen auf dem Felde der Ehre."--- In der Jahn — Eiselen'schen „Deutschen Turnkunsf von 1816 werden die Sprünge am Pferd (Schwingel) eingeteilt in a: einfache Sprünge und b: Geschwünge. Die einfachen Sprünge teilen sich wieder in 1.) Seitensprünge und 2.) Hintersprünge. An Seitensprüngen werden angeführt: Auf- und Absitzen, Jungfernsprung, Kehre, wende, Scheere, Mühle, Hocksprung, Nadel, Gaffel und Grätschsprung. Die Hintersprünge umfassen: Wippe, Spreize, Jungfernsprung, Spüle, Schraube, Katzensprung mit Abnüpfen oder Drehsprung, Scheere und Abwippen oder mit

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.