Jüdische Turnzeitung
- Journal
- Jüdische Turnzeitung
- Volume
- 5 (1904)
- Issue
- 10/11 (10.1904)
- Date
- 1904-10-01
- Page
- [Seite] (sequence 34)
- Language
- German
- Belongs to
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wo •No. 10/14. klöppelte Mensch aber fühlt sich in sdch unwaM; sein gfimartertes loh jasö£hte auf irgend eine Weise seinem fuJ^tbaren Käfig entrinnen; ehe das letzte und tatsächlich wirksamste Mitted dazu, der Selbstmord, angewandt wird, sucht solches .schwergeplagte Ich die Lustempfindungen, dde das normale Lebonnicht gewährt,' mit dem Sporn neuerer stärkerer Reizte zu wecken. Aus diesen Wurzeln wächst der .verwüstende Adkoholismus des' Fabrikarbeiter-Proletariats und bei den höheren Standen die .ganze-Schar apokalyptischer Reiter der irritaüven Laster, von der Ueberwürzung der Speisen -mit Salz und Pfeffer und vom Missbrauch des Alkohols und Tabaks an gerechnet bis zum Morphinismus, Kokainismus, Kolaismus, bis zu den selbstmörderischen Torheiten des Ha&ohischr ,und Opiumrauches -und .den zerstörenden Lastern der auf ihre höchste Spitze getriebenen geschlechtlichen Perversitäten. Infolge der funktionellen Schwächung des gesamten Nervenapparats sind alle diese Ausschreitungen natürlich dazu angetan, die Schwächung weiter zu -steigern bis aum körperlichen, moralischen oder gar psychischen -Zusammenbruch. (Fortsetzung folgt). Bericht über eine kn Auftrage „Jil^is^J^en Tür^^fsjclutft4* unternommene Propaaajxfareise. Von tyr. Jitr. fli. Zlfk*r. Der Ausschuss der Judischen Turnersehaft hesehloss auf Anregung des indischen Turnvereins in €öln, eine Tournee nach -dem westlichen Deutschland zu veranstalten, die den Zweck haben sollte, persönliche Informationen über den Stand und die etwaigen Aussichten unserer Bewegung in dieser Gegend einzuholen und gleichzeitig da, wo sich die Möglichkeit dazu bot) öffentliche oder Vereinsvorträge über .unsere Ziele zu halten. .Da kh auf der Rückfahrt von .einer -Erholungsreise ohne grossenWmweg jenen Teil -Deutschlaads aufsuchen konnte, wurde ich mit der Ausführung des genannten Beschlusses beauftragt. Ich setzte mich mit einer grösseren Anzahl von jüdischen Vereinavorständen derjenigen Orte in Verbindung, vondenen ich annehmen durfte, dass unsere Idee Wurzel schlagen würde. Leider fand mein Anerbieten, Vorträge zu 'halten, meist infolge /der ungünstig. gewählteil Zeit (es"kam <,ür jmioh nur der MbnatOSeptember mit seinen vielen judischenjFöiertagen in Betracht, also eine Zeit, in der eine' -eigeatlict^ Vereinstätigkeit .noch nicht einzusetzen pflegt), nicht den gewünschten Anklang. Zu meinem 'Befremden erhielt ich die meisten Absagen von .zionistischen Ortsgruppen', .also